Freitag, 26. Oktober 2007

Herbstgedicht ...

Unheimlich ist mir der Herbst,
wenn ich ihn höre. Als Säge,
die wie ein schräger Riss
durch die Landschaft schneidet
und in das Holz hinein,
das für den Winter gestapelt wird.

Heimelig ist mir der Herbst,
wenn ich ihn rieche.
Die ledrig braunen Äpfel
am Boden unter dem Apfelbaum.
Die Pilze im Wald
und immer wieder feuchtes Laub.
Oder als Pinot Noir
mit einem Rilke-Gedicht auf den Lippen.

Nahe ist mir der Herbst an deiner Seite
- schon lange nicht.

Siniweler - Ohne Tal

Kein Ort zum Verweilen, nirgends. Wohin uns die Reise führt? Geradewegs lotrecht zu allem, was das Herz schneller schlagen lässt.

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