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Freitag, 13. April 2007

Kleines Glück ...

Es gibt Leute, die bleiben zu Ostern in der Stadt, nur weil es zu dieser Zeit so viele freie Parkplätze gibt. Das sind die gleichen, die bei einem Konzert schon vor dem Ende abhauen, nur um schneller wieder daheim zu sein. Das uneigentliche Leben hat so viele Facetten.

Samstag, 17. März 2007

Deutschland mein Ostblock ...

Gerade erholt vom Virengewitter, das über mich letzte Woche niederging und schon im Zug nach Alemania. Und was noch schlimmer, messewerts, nach Düsseldorf. Deutschland, mein tiefster Ostblock, ruft - die Kulturleerstelle, die Geiz-ist-Geil-Provinz, die "Bei-uns-funktioniert-alles-besser"-Welt, das Raststättenfriedhofsland. Da brauch ich etwas, das mich aufmuntert und mich stark macht. Denn wie Blumentopf am Nullpunkt der Bedeutung gerade noch anmerkt, bevor es verpufft: "Nichts schützt davor ein Horst zu sein":


Mittwoch, 28. Februar 2007

Auf den Hund gekommen ...

Hunde habens heutzutage nicht leicht in der Stadt. Von vielen als (Sch)Eisserl-Ärgernis angefeindet, gehen sie nun in die Offensive - wie das Foto (aufgenommen in der Mariahilferstraße/Wien) beweist.

IMG_0841

Wobei das Problem damit leider nur verschoben wird, wie der Ausspruch einer passionierten Hundebesitzerin im WienWeb beweist: "Der Mensch hat verlernt mit der Natur zu leben - Oder haben sie schon jemals davon gehört, dass ein Kind von einem Hundstrümmerl überfahren wurde?". Das Problem sind nicht die Hunde, das Problem sind die anal-gestörten Herrln und Frauerln, die glauben, dass die Hundesteuer für die Plastiksackerln ist, die man sich dadurch nicht mehr kaufen muss.

Freitag, 13. Oktober 2006

Misstraue dem Gedärm ...

Die Antithese zu Gottfried Benns "Reise im Sitzen" - auch das könnte ein Motto sein. Wie zerrissen ich bin - Nietzsche als Stichwortgeber, versteckt in einem Prospekt des Waldviertler:

So wenig wie möglich sitzen; keinem Gedanken Glauben schenken, der nicht im Freien geboren ist und bei freier Bewegung, in dem nicht auch die Muskeln ein Fest feiern. Alle Vorurteile kommen aus den Eingeweiden. Das Sitzfleisch ist die Hauptsünde gegen den heiligen Geist.

Nietzsche ?? - hätte ich nie gedacht. Tippe auf Sils Maria, Engadin, seine Schweizer Seite. Man muss es gesehen haben, um zu begreifen, wie unentrinnbar dort die Natur, auch die eigene.

Montag, 28. August 2006

Simplify your life

Wenn jemand vor ein oder zwei Generationen so viele Sachen gehabt hätte, wie wir sie heute haben - Statistiker sagen, dass es im Schnitt um die 10.000 sind -, dann hätte er dafür natürlich auch immer Personal gehabt, um sie ordentlich und sauber und funktionstüchtig zu halten. Wir sind damit jedoch alleine gelassen. Und drohen daran zu ersticken.

Werner Tiki Küstenmacher´s Grundthese ist die, dass das Leben kompliziert wird, wenn wir uns zu sehr leben lassen, wenn wir zu sehr Opfer sind und denken, dass mit uns etwas gemacht wird. Wenn wir reagieren statt agieren. Das Buch dreht sich also darum, das Leben in die Hand zu nehmen, es in den Griff zu bekommen. Und man beginnt damit am besten mit dem Naheliegenden, seinem Schreibtisch. Denn, so Küstenmacher, "wenn man erst einmal seinen Schreibtisch im Griff hat, dann bekommt man erfahrungsgemäß auch sein ganzes Leben besser in Griff."

Wie man das machen soll?

Jetzt kommts: "Man räumt zunächst einmal die Schreibtischplatte vollkommen leer. Man räumt also zunächst einmal alles, was auf dem Schreibtisch liegt, auf den Boden. Das ist zwar kein richtiges Aufräumen, aber es ist einfach gut für unser Unterbewusstsein, für unsere Seele, wenn wir diese leere Fläche sehen können. Das ist eigentlich ein Grundprinzip des Aufräumens: Man sollte erst einmal eine Einheit, also eine Küchenschublade, ein Fach im Kleiderschrank usw. vollkommen leer machen. Man sollte sie dann schön putzen und es ein wenig genießen, dass da nun ein leerer Raum ist. Wenn man das tut, dann wird man automatisch beim Befüllen wieder sehr viel vorsichtiger sein und nicht einfach nur alles irgendwie hineinstopfen wie vorher.

Sonntag, 19. März 2006

Ein Monat lang ...

im Schnee vergraben. Die Sehnsucht pocht nach Sonne und nach Erde und heute wird die Höhlentür geöffnet. Heut ist der erste Frühlingstag, und doch noch wie ein Scherenschnitt im Winterkleid. Der halbe Wienerwald, die Schattenseite, wie dichte Gitterstäbe im sulzig weißen Kleid. Und hinter jeder Ecke gurgelt es und rekelt sich der feuchte Grund. Mehr kristallin als federbauschig unter jedem Schritt, das Leder an den Schuhen ist schon nach kurzem Ritt ein Schwamm. Das Neue will erobert werden. So jung sind wir und voller Zuverischt. Wir kichern Hand in Hand und nehmen diesen Sonntag auf die leichte Schulter. Wieviele Sommer hab ich noch?

Freitag, 10. Februar 2006

So viel Melodien und kein Lied ...

Gib mir die Hand in die Hand, steig mit mir über die Baumgrenze, hundert und hundert Meter weiter wird der Boden ganz glatt, der Berg ist zu Ende, das Bild stimmt doch. Wir sind in das Bild gestellt, das wir sind, sehr rot, sehr rot. Dann steigen wir weiter über den Bildrand hinaus und finden uns, wo wir nicht mehr sind, ganz.
Ulla Berkévicz, Adam

Kann ihn nicht schreiben, diesen Text, von dem ich träume. Obwohl alles hindrängt zu ihm und weg von den Geschichten. So fülle ich Lücken, lebe an den Rändern meiner Texte, die sich mit den Geschichten berühren, bin selbst dieser Rand, dieses Alphabet neben dem "Es war einmal". Bin nie ganz jetzt und nie ganz ganz, bin immer unter anderem.

Freitag, 30. Dezember 2005

Jahreswechsel

Die Zeit ist wie ein an die Wand geklebter Teig, manchmal bricht ein Stück herunter, und man wundert sich.

Franzobel: Das Fest der Steine, Zsolnay 2005

Dienstag, 13. Dezember 2005

Neulich wurde es kalt ...

Neulich wurde es kalt, von einem Tag auf den anderen. Ich sägte ein
Vogelhaus aus dem Rest meiner Stauraumregale und hängte es in den
Winter. Eine Fünfsternhütte, die weder Buntspecht noch Eichelhäher
dem gemeinen Meisenvolk kampflos überlassen wollten. Das war neulich
an einem Sonntag und seitdem wächst die Luft unter meinen Achseln.

Zweimal schlafen und ich bin ein Geschoß in eisiger Nacht - auf dem Weg
nach Mendoza. Nicht achtlos aber doch mit Erleichterung lasse ich das alte
Jahr links liegen und halte es - als halber Argentinier - mit einem deutschen
Urgestein: Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker:
"Nicht mal schwimmen kann er!" (Berti Vogts)

Sonntag, 13. November 2005

Nebelreißen ..

Gestern noch draußen am warmen Fels - im T-Shirt hinaufgeturnt auf die Hohe Wand - immer knapp über der Nebelgrenze. Die Föhren am Grat gegenüber wie aus einem japanischen Scherenschnitt.

Heute unter der Nebeldecke ein Vogelhäuschen gebaut, mit feinen Regennadeln im Gesicht. Nebelreißen im Nirgendwo. Ein Sonntag, wie aus einem Smith-Song - silent and grey. Um 3 Uhr dunkelt es und wir zünden eine Kerze an. Warten auf den ersten Gimpel.


4308676

Oben und unten im November: aufgenommen von Heidi Zimmerli in der Schweiz, am 5.11.2005; 8:38 (größer)

Siniweler - Ohne Tal

Kein Ort zum Verweilen, nirgends. Wohin uns die Reise führt? Geradewegs lotrecht zu allem, was das Herz schneller schlagen lässt.

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