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Nature

Donnerstag, 26. März 2009

Lights Out Day ....

Am 28. März 2009 ist es soweit. Dreht zwischen 8:30 und 9:30 (Local Time) eure Lichter ab und werdet Teil eines großen Ereignisses - "a global statement of concern about climate change". Don't miss to sign up!

earthday

Eine Sache wundert mich: warum - wenn es ein globales Ereignis sein soll, das die Erde auf einen Schlag abdunkelt (und vielleicht auch from outer space zu sehen sein soll) - warum das Ganze dann at LOCAL TIME --- warum nicht konzertiert und gleichzeitig überall auf der Welt? Kann mir das jemand erklären ...

Donnerstag, 19. Februar 2009

Sie finden das natürlich?

nature Gerade noch den Elch gepostet, und dann heute im Magazin für Popkultur über die nächste Zu-Mutung gestolpert.

Ist Sex wirklich schon überall nur nicht mehr da, wo Traditionalisten ihn vermuten würden? Ist alles Teil einer Porn-Identity geworden, dass selbst die Natur nicht mehr ohne zweideutige Anspielungen auszukommen glaubt. Oder war der ohnehin schon immer alles wurscht, was wir - abgrenzend zu ihr - als Kultur verkauften?

Teil der Antwort könnte sein, so meinen die Sophisten, dass die Natur in Wirklichkeit gar nicht grün und das gedämpfte Glück DIM SUM heißt und ein Essen ist.

Und wie so oft hat die Kunst bzw. der Diskurs über sie das letzte Wort: "Der Transfer der schamlosen Bilder in den kunstinstitutionellen Raum durchbricht nicht nur den pornotypischen Zusammenhang von marktorientierter Veröffentlichung und reprivatisiertem Konsum, sondern stellt auch die Frage nach Ähnlichkeiten und Unterschieden zwischen Kunst und der visuellen Kultur der Stimulation."

Aber das ist ein andere Geschichte. Finde ich!

Dienstag, 17. Februar 2009

Kind of "amoosing" ...

... ein kleiner Beitrag zum von katholischer Seite wieder neu entfachten Homosexuellen-Diskurs und die Natürlichkeit der Natur. Oder frei nach Andre Heller: "Und wenn ein Elch sein Bison liebt, so soll er es lieben, wenn er es liebt. Denn ich will, dass es alles gibt, was es gibt!"

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moose2

moose3

... strayning in the Web, without URL, directly from: www.fichey.com

Mittwoch, 10. September 2008

Angst vor schwarzen Löchern?

Müssen wir Angst vor schwarzen Löchern haben? "The scientists say: NO" - but who the hell are these scientists and when we will start to learn the lessons from history?

Wem bei diesem Video nicht mulmig wird, der hat verlernt, die andere Seite zu sehen. Die sich außerhalb dessen befindet, was als naturwissenschaftliches Erbe jedem von uns fatalerweise in die Schultüte gelegt wird. Ken Robinson zeigt in seiner begnadeten TED-Rede, wie diese andere Seite einer Innovationskultur aussehen könnte.

Während also vollkommen abgehobene, und nicht eigentlich zurechnungsfähige Naturwissenschaftler Milliarden EURO in die Hand nehmen, um unter der Schweiz eine 27 Kilometer lange Protonenrennstrecke zu bauen, sperren wir unsere Kinder in "uringelb gemörtelte Tobsuchtswürfel" (Hermann Burger!! Hab ihn selig ...) , die wir Schulen nennen, und lernen Sie die Kunst abzuschreiben, aufzusagen, still zu sitzen und exakt diese Art Menschentypus anzubeten, die ihre Körper nur dazu verwenden, um ihre Köpfe von einem Fach-Meeting ins andere zu tragen.

Will experiment end world?
Will experiment end world?


Dass sich dieses Video nicht einbetten lässt und mit einem 30-sek-Commercial beginnt, zeigt, wie weit es noch ist, zu einem User-zentrierten Internet. Aufwachen MSN!

Montag, 28. Juli 2008

Sensation im Höllental: Erstes Foto der Gamseidechs ...

Neulich im Höllental stiegen wir aus der hochwasserführenden Schwarza hinauf in die Wände der Stadlwand, die ebenfalls wie ein Wildbach die Senkrechte füllte. Einzig der windumspielte Richterkamm, der das Wetter teilte und irgendwie nicht Teil davon war, bot uns trockenen Stein, den wir nahmen. Nebel rissen, Wolken fetzten, Sonnenlicht streifte unstet umher. Am letzten Grataufschwung des Stadlwandgrates, der sich wieder verstärkt in Nebel hüllte, dann - ein seltener Glückfsall - sahen wir sie, die sagenumwobene Gamseidechs. Kurz nur tauchte sie hinter dem letzten Grataufschwung auf und verschwand so schnell, wie sie gekommen war. Über die Schönleiten hinauf bis zum Klosterwappen liefen wir ihr nach, bis wir im dichter werdenden Nebel einsehen mussten, dass wir die Spur verloren hatten.

Was uns blieb, war der Moment der sich kreuzenden Blicke, die kurze Verbundenheit mit dem Fremden Getier und das unscharfe Foto, das wir geistesgegenwärtig aus der Hüfte schossen und diese Geschichte untermauert.

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Samstag, 1. März 2008

Emma schaut vorbei ...

und es gibt Leute, die aus Angst, ihre Bäume vor dem Haus könnten dem Sturm zum Opfer fallen, selbst Hand anlegten, und sie freitags noch umgemäht haben. Warum lässt man die Natur nicht mehr machen? Ist demütiges Warten wirklich so unakzeptabel geworden, dass man lieber selbst zerstört, als von einer möglicherweise zerstörerischen Kraft heimgesucht zu werden? Anstatt zu beten, zu bangen, flüchten wir ins affirmative Tun. Und nehmen vorweg, was zwar nicht unvermeidbar scheint, aber doch immerhin möglich. Wir wollen ein Leben bar jeder Überraschung. Das Andere, das plötzlich vor der Tür steht, ist eine Bedrohung. Was nicht ins Heimelige übersetzbar ist, macht Angst. So oder so. Und die Natur? Ist nur noch als Garten erträglich und unter Zwergbewachung.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Into the wild ...

Hier geht es nicht um die alte Gegenüberstellung Buch gegen Film - das vorweg. Hier geht es darum, dass ein sehr authentischer Stoff ziemlich authentisch verfilmt wurde. Sean Penn ist ein guter, ich ahnte es bereits. Und Herr Fuchs, der in seinem Beitrag auf Totalvernichtung aus ist, ist ein dummer, das ahnte ich auch. Symptomatisch dumm, denn er glaubt, es reicht, seine Ignoranz zu kultivieren, um als Filmkritiker durchzugehen.

Hier geht es wohlgemerkt nicht darum, ob "Zabriskie Point" oder "No Country For Old Men" besser ist. Hier geht es nicht darum, zu zeigen, dass man seine kleine Filmgeschichte gelernt und auch das aktuelle Kino im Kopf hat. Es geht darum, was dieser Chris McCandless an sich hat, das diesen Fuchs so auf die Palme bringt. Er ist - auch im Film - alles andere als überheblich oder besserwisserisch, wie Fuchs behauptet. Er kann einfach zuhören und schlägt damit Brücken zwischen Menschen und Generationen. Er ist ein Reisender, Herr Fuchs. Wissen Sie, was das heißt? Waren Sie schon einmal in ihrem Leben länger als drei Monate allein unterwegs? Oder - wenn Sie wollen - eine Nacht im Wald - allein? Wissen Sie, was da passiert mit einem? Das klingt jetzt ziemlich nach der Neo-Hippie-Idylle, die Herr Fuchs so verachtet. Aber ich fühle mich ohnehin in dieser Verachtung wohler als bei einer Umarmung von ihm.

John Krakauers Buch bleibt ein geheimnisvolles Buch. Egal, wie viel Bestsellerlisten es durchwandert. Und ich muss zugeben: ich hatte Angst vor den Bildern. Ich hatte Angst, dass meine sich nicht behaupten können. Jetzt - nach dem Film - muss ich sagen: die Angst war unbegründet. Das Geheimnis hat seit gestern abend ein paar Facetten mehr. Und ist das nicht das Schönste, was man über diesen Film sagen kann?

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Sie wollen Kritik? Nun gut: die Inserts am Anfang sind unheimlich dilletantisch. Sie wollen Abstand? Damit kann ich nicht dienen. Da sprechen sie am besten mit Herrn Fuchs, der hat so viel Abstand zu allem, was wesentlich ist, dass er mir leid tut.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Vulkan spuckt aufs neue Jahr ...

Gerade liefen mir zwei Rauchfangkehrer über den Weg und jetzt lese ich, dass Freund Llaima im Conguillio-Nationalpark in Chile nach 13 Jahren wieder ausgebrochen ist. (Wer hat ihn eingesperrt?) Die Behördenvertreterin Carmen Fernandez meint dazu: "Wir wissen nicht, was der Vulkan als nächstes macht." No, na - das ist so, wenn ein Vulkan zu spucken beginnt, Natur unkontrolliert sich gebärdet - spukt.



Und hier ein Bild des Llaima von unserer letzten Patagonien-Reise, als wir an seiner Ostflanke durch die Araukarien-Wälder und kilometerlang über Lavakrusten fuhren. Hier ist Natur nicht gezähmt, sondern immer noch unbehauene Scholle. Unheimelig. Das ist in Ordnung so.

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Ich erinnere mich an meinen Winter auf dem Vulkan Villarica vor 10 Jahren und an den Feuerschein am nächtlichen Himmel. Er war unruhig damals, er spukte, war unheimlich, aber er spuckte nicht. Und ich erinnere mich auch, wie das Leben einfach weiterging, wir jeden Tag zur Arbeit fuhren - auf den Vulkan. Da wird man demütig.

Egal, wie viel Rauchfangkehrer einem über den Weg laufen.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Vom Walden und Roden ...

Armin Thurnher schreibt über den Wald: Vor 20 Jahen hörte man, er sitze auf Nadeln, seine Tage seien gezählt, und jetzt wächst er, als wäre nichts geschehen.

Der Wald als Erbe. Der Wald als Politikum. Der Wald als Metapher. Der Wald kann vieles sein, aber meistens - so lesen wir - ist er grün, tief, düster, dunkel oder rauschend. Er beginnt dort, wo das Dorf, die Zivilisation endet.

Der Wald ist alles andere als ein Wäldchen, kein Garten und kein deutscher Forst, wo die Bäume in Reih und Glied stehen. Im Wald, da sind - das wissen wir aus frühester Kindheit - im besten Fall die Räuber (- Hali, Halo, die Räuber, im Wald sind sie zuhaus). Der Wald als Partisanenort, als Versteck. Der Wald als Labyrinth. Lieber auf Heideggers "Holzwegen" als in den Wäldern Thoreaus (Walden). Der Wald als Wildniss? John Krackauer. Meine Empfehlung - ein schlichtes Muss für jeden Waldgänger!

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Der Wald und die Lichtung. Schon wieder Heidegger? Oft sieht man die Bäume nicht vor lauter Wald. Erst die Diagonale im Bild lenkt den Blick auf den Baum, den ausgehebelten.

Bild: Querwaldein vor wenigen Wochen

Freitag, 27. Juli 2007

Las montanas de mi casa ...

Wetter super stabil im Winter. Die Anden jeden Morgen in einem roten Leuchten. Milde Tage und frostige Nächte. Wenn das der Winter ist, dann steht er mir gut. Wenn ich jetzt Felle bei mir hätte, würd ich eine Tour machen auf meinen Hausberg, den Cerro Plata (6360 m - im Bild links), wenn ich die Schi mit hätte. Da dem nicht so ist, gibts Spiegelei ohne Ei. (Anspielung auf den Text von Kathrin Passig - hier in diesem Blog).

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Siniweler - Ohne Tal

Kein Ort zum Verweilen, nirgends. Wohin uns die Reise führt? Geradewegs lotrecht zu allem, was das Herz schneller schlagen lässt.

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