Nature

Mittwoch, 1. September 2010

Der Schneeberg setzt eine Haube auf

... und der Sommer ist vorbei. Bumsti!

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Dienstag, 20. Juli 2010

Almblitz rennt ...

"Was bringts? Ist doch total verrückt, so ein Bergmarathon rund um den Traunsee?" Ist die in diesem Fall monoton gestellte Frage von Freunden.

Es bringt ein Gefühl dafür, wie groß ein einzelner Tag sein kann, den man zusammen durchlebt. Es bringt Freunde am Weg, Gesichter, die man schwer vergisst, Emotionen in alle Richtungen und nach Stunden mit jedem weiteren Schritt eine gewisse Ungläubigkeit, dass man immer noch stolpert und läuft - spätestens am Gmundner Berg nach ca. 65 Kilometern, wenn man zurückblickt auf diese Runde -, dass man das auch selber war, der all diese Berge, die sich rund um den Traunsee die Hand geben, irgendwie und mitunter auf allen Vieren "genommen" hat.

Am Ende ist man am Ziel wirklich am Ende und hat vor allen anderen sich selbst überrascht. Und für dieses Gefühl, sich ausgetrickst zu haben, ist Stolz eine eher belanglose Umschreibung.

bergmarathon-almblitz

Was es bringt? Ein wogendes Gefühl der Freiheit, hier und jetzt das zu tun, was man tut. Laufen. Jeder Schritt ist Teil dieser Freiheit. Oder um mit Haruki Murakami zu sprechen: "Der Schmerz ist unvermeidlich. Das Leiden ist eine Option."

Mittwoch, 7. Juli 2010

Ein Felsbrocken gibt zu bedenken

Ich erinnere mich noch gut an das Kunstprojekt von Ai Weiwei bei der Dokumenta 2007. In einem Blogpost dazu schrieb ich: „Für mich einzigartig waren die 1001 von Ai Weiwei im Rahmen seines Fairytale-Projekts eingeladenen Chinesen, die in Kassel durch 1001 an allen Ausstellungsorten verstreute Stühle omni-präsent waren.“

Das Thema des Künstlers Ai Weiwei ist das der Re-Präsentation – damals genauso wie heute. Stühle verweisen auf Menschen, die nicht da und doch da sind, ein Felsbrocken auf eine Katastrophe, die nicht hier und nicht heute passiert, sondern 2008 auf der anderen Seite der Welt in der chinesischen Provinz Sichuan 9.000 Kinder hinweggerafft und unter sich begraben hat.

Wenn wir hierzulande ausdrücken wollen, dass eine Sache uns besonders gar nicht tangiert, wird gerne der Sack Reis bemüht, der in China umfällt. Wurscht. Soll er. Aber jetzt schleppt dieser Ai WeiWei doch glatt einen Felsbrocken an. 4 Tonnen schwer. Und will ihn auf den Dachstein heben, den wir kurzerhand zum unantastbaren Heiligtum erheben, obwohl wir ihn seit Jahrzehnten mit Drahtseilen verhängen, mit Eisenleitern zurechtbiegen, mit Aussichtsplattformen entstellen und mit Sommerliften zurichten, wie es uns gefällt.

dachstein-aiweiwei
Quelle: www.bergsteigen.at

Die Regionale bezeichnet sich als „Festival für Zeitgenössische Kunst“. Und als solches ist es ihr erlaubt und sogar aufgetragen, das hier behauptete Verschandlungsmonopol des Alpenvereins und diverser Tourismusverbände in Frage zu stellen. In meinem Blogbeitrag von vor 2 Jahren lese ich das Abschlussstatement meines Kampfgefährten Rainald Goetz zur Dokumenta: „Je komplizierter die dabei ablaufenden Prozesse Widersprüche, Widerstände und Marginalitäten nicht ausschließen, sondern in die Sache hereinholen, umso besser wird das Resultat.“

Natürlich hätte er auf dem Dachsteingipfel auch einen Sack Reis hinterlassen und damit einer leicht verdaulichen Kunst Vorschub leisten können. Aber er hat es nicht. Er will einen Stein. Einen richtigen Brocken. Da haben wir uns was eingebrockt. Mit ihm und mit dieser Regionale X. Ai Weiwei macht auf stur. Aber er beantwortet zumindest unsere 100 Fragen.

Also rauf mit dem Stein. Und nachdenken. Und reden. Und streiten.

Donnerstag, 26. März 2009

Lights Out Day ....

Am 28. März 2009 ist es soweit. Dreht zwischen 8:30 und 9:30 (Local Time) eure Lichter ab und werdet Teil eines großen Ereignisses - "a global statement of concern about climate change". Don't miss to sign up!

earthday

Eine Sache wundert mich: warum - wenn es ein globales Ereignis sein soll, das die Erde auf einen Schlag abdunkelt (und vielleicht auch from outer space zu sehen sein soll) - warum das Ganze dann at LOCAL TIME --- warum nicht konzertiert und gleichzeitig überall auf der Welt? Kann mir das jemand erklären ...

Donnerstag, 19. Februar 2009

Sie finden das natürlich?

nature Gerade noch den Elch gepostet, und dann heute im Magazin für Popkultur über die nächste Zu-Mutung gestolpert.

Ist Sex wirklich schon überall nur nicht mehr da, wo Traditionalisten ihn vermuten würden? Ist alles Teil einer Porn-Identity geworden, dass selbst die Natur nicht mehr ohne zweideutige Anspielungen auszukommen glaubt. Oder war der ohnehin schon immer alles wurscht, was wir - abgrenzend zu ihr - als Kultur verkauften?

Teil der Antwort könnte sein, so meinen die Sophisten, dass die Natur in Wirklichkeit gar nicht grün und das gedämpfte Glück DIM SUM heißt und ein Essen ist.

Und wie so oft hat die Kunst bzw. der Diskurs über sie das letzte Wort: "Der Transfer der schamlosen Bilder in den kunstinstitutionellen Raum durchbricht nicht nur den pornotypischen Zusammenhang von marktorientierter Veröffentlichung und reprivatisiertem Konsum, sondern stellt auch die Frage nach Ähnlichkeiten und Unterschieden zwischen Kunst und der visuellen Kultur der Stimulation."

Aber das ist ein andere Geschichte. Finde ich!

Dienstag, 17. Februar 2009

Kind of "amoosing" ...

... ein kleiner Beitrag zum von katholischer Seite wieder neu entfachten Homosexuellen-Diskurs und die Natürlichkeit der Natur. Oder frei nach Andre Heller: "Und wenn ein Elch sein Bison liebt, so soll er es lieben, wenn er es liebt. Denn ich will, dass es alles gibt, was es gibt!"

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moose3

... strayning in the Web, without URL, directly from: www.fichey.com

Mittwoch, 10. September 2008

Angst vor schwarzen Löchern?

Müssen wir Angst vor schwarzen Löchern haben? "The scientists say: NO" - but who the hell are these scientists and when we will start to learn the lessons from history?

Wem bei diesem Video nicht mulmig wird, der hat verlernt, die andere Seite zu sehen. Die sich außerhalb dessen befindet, was als naturwissenschaftliches Erbe jedem von uns fatalerweise in die Schultüte gelegt wird. Ken Robinson zeigt in seiner begnadeten TED-Rede, wie diese andere Seite einer Innovationskultur aussehen könnte.

Während also vollkommen abgehobene, und nicht eigentlich zurechnungsfähige Naturwissenschaftler Milliarden EURO in die Hand nehmen, um unter der Schweiz eine 27 Kilometer lange Protonenrennstrecke zu bauen, sperren wir unsere Kinder in "uringelb gemörtelte Tobsuchtswürfel" (Hermann Burger!! Hab ihn selig ...) , die wir Schulen nennen, und lernen Sie die Kunst abzuschreiben, aufzusagen, still zu sitzen und exakt diese Art Menschentypus anzubeten, die ihre Körper nur dazu verwenden, um ihre Köpfe von einem Fach-Meeting ins andere zu tragen.

Will experiment end world?
Will experiment end world?


Dass sich dieses Video nicht einbetten lässt und mit einem 30-sek-Commercial beginnt, zeigt, wie weit es noch ist, zu einem User-zentrierten Internet. Aufwachen MSN!

Montag, 28. Juli 2008

Sensation im Höllental: Erstes Foto der Gamseidechs ...

Neulich im Höllental stiegen wir aus der hochwasserführenden Schwarza hinauf in die Wände der Stadlwand, die ebenfalls wie ein Wildbach die Senkrechte füllte. Einzig der windumspielte Richterkamm, der das Wetter teilte und irgendwie nicht Teil davon war, bot uns trockenen Stein, den wir nahmen. Nebel rissen, Wolken fetzten, Sonnenlicht streifte unstet umher. Am letzten Grataufschwung des Stadlwandgrates, der sich wieder verstärkt in Nebel hüllte, dann - ein seltener Glückfsall - sahen wir sie, die sagenumwobene Gamseidechs. Kurz nur tauchte sie hinter dem letzten Grataufschwung auf und verschwand so schnell, wie sie gekommen war. Über die Schönleiten hinauf bis zum Klosterwappen liefen wir ihr nach, bis wir im dichter werdenden Nebel einsehen mussten, dass wir die Spur verloren hatten.

Was uns blieb, war der Moment der sich kreuzenden Blicke, die kurze Verbundenheit mit dem Fremden Getier und das unscharfe Foto, das wir geistesgegenwärtig aus der Hüfte schossen und diese Geschichte untermauert.

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Samstag, 1. März 2008

Emma schaut vorbei ...

und es gibt Leute, die aus Angst, ihre Bäume vor dem Haus könnten dem Sturm zum Opfer fallen, selbst Hand anlegten, und sie freitags noch umgemäht haben. Warum lässt man die Natur nicht mehr machen? Ist demütiges Warten wirklich so unakzeptabel geworden, dass man lieber selbst zerstört, als von einer möglicherweise zerstörerischen Kraft heimgesucht zu werden? Anstatt zu beten, zu bangen, flüchten wir ins affirmative Tun. Und nehmen vorweg, was zwar nicht unvermeidbar scheint, aber doch immerhin möglich. Wir wollen ein Leben bar jeder Überraschung. Das Andere, das plötzlich vor der Tür steht, ist eine Bedrohung. Was nicht ins Heimelige übersetzbar ist, macht Angst. So oder so. Und die Natur? Ist nur noch als Garten erträglich und unter Zwergbewachung.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Into the wild ...

Hier geht es nicht um die alte Gegenüberstellung Buch gegen Film - das vorweg. Hier geht es darum, dass ein sehr authentischer Stoff ziemlich authentisch verfilmt wurde. Sean Penn ist ein guter, ich ahnte es bereits. Und Herr Fuchs, der in seinem Beitrag auf Totalvernichtung aus ist, ist ein dummer, das ahnte ich auch. Symptomatisch dumm, denn er glaubt, es reicht, seine Ignoranz zu kultivieren, um als Filmkritiker durchzugehen.

Hier geht es wohlgemerkt nicht darum, ob "Zabriskie Point" oder "No Country For Old Men" besser ist. Hier geht es nicht darum, zu zeigen, dass man seine kleine Filmgeschichte gelernt und auch das aktuelle Kino im Kopf hat. Es geht darum, was dieser Chris McCandless an sich hat, das diesen Fuchs so auf die Palme bringt. Er ist - auch im Film - alles andere als überheblich oder besserwisserisch, wie Fuchs behauptet. Er kann einfach zuhören und schlägt damit Brücken zwischen Menschen und Generationen. Er ist ein Reisender, Herr Fuchs. Wissen Sie, was das heißt? Waren Sie schon einmal in ihrem Leben länger als drei Monate allein unterwegs? Oder - wenn Sie wollen - eine Nacht im Wald - allein? Wissen Sie, was da passiert mit einem? Das klingt jetzt ziemlich nach der Neo-Hippie-Idylle, die Herr Fuchs so verachtet. Aber ich fühle mich ohnehin in dieser Verachtung wohler als bei einer Umarmung von ihm.

John Krakauers Buch bleibt ein geheimnisvolles Buch. Egal, wie viel Bestsellerlisten es durchwandert. Und ich muss zugeben: ich hatte Angst vor den Bildern. Ich hatte Angst, dass meine sich nicht behaupten können. Jetzt - nach dem Film - muss ich sagen: die Angst war unbegründet. Das Geheimnis hat seit gestern abend ein paar Facetten mehr. Und ist das nicht das Schönste, was man über diesen Film sagen kann?

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Sie wollen Kritik? Nun gut: die Inserts am Anfang sind unheimlich dilletantisch. Sie wollen Abstand? Damit kann ich nicht dienen. Da sprechen sie am besten mit Herrn Fuchs, der hat so viel Abstand zu allem, was wesentlich ist, dass er mir leid tut.

Siniweler - Ohne Tal

Kein Ort zum Verweilen, nirgends. Wohin uns die Reise führt? Geradewegs lotrecht zu allem, was das Herz schneller schlagen lässt.

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