... heißt Beat Kammerlanders "Alterswerk" auf der Bürser Platte. Wie immer man dazu stehen mag, es ist schon bezeichnend, dass einer mit 50 das Englische vor seiner Haustür findet.
Nicht 8b+ ist das Entscheidende, sonder E9-E10.
Weil es nicht darum ging, eine neue Tour einzurichten, sondern eine alte zu entfernen, die vor Jahren ein Markstein war. Jetzt ist sie es wieder, nur sieht man nichts mehr davon. Sie ist "clean" und "angereichert" zugleich. Was bleibt sind ein paar Magnesiumspuren, die der nächste Regen mitnehmen wird und die Linie, die von jedem weiteren Aspiranten neu entdeckt und erfunden werden muss. Eine Kopfgeburt. Ein Salto Mortale gegen das Alter und gegen die Zeit. Wir staunen und haben zu danken!
> Im Blog Beat finden sich tolle Bilder zur Tour und weiteren Projekten.
Nettes Video vom Petzl Rock Trip Zillertal 2008 mit Größen wie Dani Andrada (12'-14') und Lisa Rands (14'-18') in der gleichen Route, Pausenkasperl Dave Graham immer und überall und nirgends richtig, Gérôme Pouvreau (20'-23'), Steve McClure (5'-6'), Marcus Bock (7'-10' in GRACELAND, 8b), Jorg Verhoven, Chris Sharma (wo?) und v.a.
Der einzige Wehmutstropfen dabei: die sehr abgegriffenen Sätze über das Klettern. Da fehlt einem beim Zuhören einfach der Gripp.
Als der Tiroler Hansjörg Auer am 29. April 2007 den "Weg durch den Fisch" (800m, 7b+/IX-) in der Marmolada Südwand free solo (allein und ohne Seil) nach nur einmaligem Erkunden (von oben und am Tag zuvor) beging, ging ein Raunen durch die Kletterwelt. Ein knapp 23-jähriger setzt einen alpingeschichtlichen Meilenstein in punkto mentaler und körperlicher Ausdauer, der nur wenige Vergleiche zulässt. Sehenswert das Video-Statement, in dem er hier - ein Jahr danach - über seine Solobegehung spricht - klar, bescheiden, nachdenklich und nachdenklich machend.
Wie uns eine vertrauenswürdige Informantin mitteilte, war letztes Wochenende der Loser-Klettersteig im Ausseerland vorübergehend gesperrt - und zwar - laut offizieller Begründung - aufgrund des Schneefalls der letzten Tage.
So weit sind wir also gekommen: Da baut ein ebenso engagierter wie blauäugiger Tourismusverband trotz Widerstand von Seiten des Naturschutzes und der heimischen Kletterszene einen stupiden Eisenweg (Namens "Sisi"!!) durch die Südwand des Loser und macht damit die Senkrechte zur Drahtpiste einer neuen und zahlungskräftigen Klientel UND: schafft dann als Betreiber (und Untervermieter (die Pacht geht an die Bundesforste)) kurzerhand und konsquenterweise auch gleich die Eigenverantwortung in den zu Bergimmobilien degradierten Bergen ab.
Wir gratulieren zu dieser bahnbrechenden Entwicklung! Möge der "Loserlochkogelvogel"* kommen und alle Klettersteig-Wuzis (mitsamt den Betreibern) dorthin zurücktragen, woher sie gekommen sind: in den Eybl-Katalog.
* Name einer benachbarten Südwand-Route, die man aufgrund des Klettersteiggewimmels kaum mehr genießen kann bzw. nur dann, wenn das Verbotsschild ausgefahren ist.
Ihren ersten Wal bestieg sie am Lago d`Orta. Die ungewohnte Felsenhaut war bald vertraut und das Tier hielt still, bis sie wieder unten war. Wir alle hielten die Luft an, während langsam der Nebel vom Tal heraufkroch und uns umhüllte, wie die vorige Nacht. Bis wir merkten, dass wir alleine waren. Und da dachte ich an Paul Nizon und wie es wäre, wenn mich dieser "riesige Fisch verschlänge und mit sich in die Tiefen führte und alles nur noch Gleiten, Staunen und Dämmern wäre. Streifen und Schweifen und nie mehr Tag und nie Nacht und kein Denken." (gefunden in: Im Bauch des Wals)
... zeigt exemplarisch dieses Video, das dem neuen DOSAGE V entnommen ist. Meine Lieblingsszene darin ist die nach exakt 28 Sekunden: Aufgepasst, Beutelratten!
Das ist übrigens ein Batch-Beitrag und wenn alles gut geht, sollte ich eigentlich auch gerade am Bouldern sein - im Märchenwald von Massongex oder sonstwo auf dem Weg nach Ceusse!