Kick & Rush

Montag, 4. Juli 2011

Frauen und Fußball?

Mir tut es ehrlich gesagt leid, dass solche Dinge bei einer Weltmeisterschaft passieren. Man muss sie jedoch mitberücksichtigen, wenn man über das Niveau des Frauenfußballs ernsthaft diskutieren will. Wenn jemand einen Ball im Strafraum 5 Sekunden lang ungestraft halten darf, dann sinkt dieses nicht nur blitzartig, man muss auch die Zurechnungsfähigkeit der SchiedsrichterInnen in Frage stellen.

Ein Meilenstein jedenfalls.

Montag, 14. September 2009

Roger Federer crowns himself and plays the Shot of the Shots

Mittwoch, 19. November 2008

Türkenbelagerung ...

Heute abend ist es wieder mal soweit. Wir, die versammelten Prinz Eugens, gegen die Türken. Oder ist das heute nicht mehr so, sind die Türken keine Bedrohung mehr? Hier die passende Aufstellung zum Spiel, die helfen könnte, tradierte Mythen aufzuweichen.

Entsatzschlacht von Wien 1683, Zeitgenössisches Gemälde (F. Greffels) Entsatzschlacht von Wien 1683, Zeitgenössisches Gemälde (F. Greffels)















Ramazan Özcan von Hoffenheim im Tor. Taner Ari von Magna Neustadt als Rechtsverteidiger, Yüksel Sariyar vom selben Verein als zentraler Abwehrspieler, neben ihm Cemil Tosun, der Rapidler beim DSV sowie links Harun Erbek, der verdiente U21-Teamspieler, der gerade bei KayseriSpor gekündigt hat.

Im Mittelfeld rechts Ekrem Dag von Besiktas, der - wie ich gerade gelesen habe - Lob von Volkan Demirel, dem türkischen Teamtormann bekommen hat, zentral Turgay Bahadir, der jüngst ja eine irrtümliche Nominierung von Fatih Terim erhielt, neben/vor ihm Veli Kavlak von Rapid und links natürlich Ümit Korkmaz von Frankfurt.

Dazu Cem Atan von Mattersburg und Muhammet "Hanifi" Akagündüz, der jetzt bei Manisa in der 2. türkischen Liga spielt, im Angriff.


Wechselspieler: Dursan Karatay von Altach und Supertalent Yasin Pehlivan von Rapid, vielleicht noch Ihsan Poyraz oder Ertan Uzun, die jungen Torleute von LASK bzw. Rapid. Oder Cem Tosun, den Bruder von Cemil, der dieselbe Position spielen kann, oder den alten Haudegen Metin Aslan, zuletzt bei OrduSpor, für die Verteidigung oder den Dauer-Grenzgänger Ümit Erbay fürs Mittelfeld.


Hat doch was, oder? Wenn man davon absieht, dass Ümit und Sariyar verletzt sind. Sie können da nicht mitreden? Sie meinen, dass das so nicht geht? Gefunden hab ich die Aufstellung im Blog von Martin Blumenau - und der ist für mich seit Jahren der Funken Hoffnung, dass auch in Österreichs Fußball, der ja ein rundes Spiegelbild ist unserer Seele, eine mutige und innovative Personalpolitik möglich ist.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Und ich dachte, ich kenn mich beim Fußball aus ...

... aber dann kam gestern die Quali-Auslosung für Rapid in der Champions-League und ich las die Namen der möglichen Gegner: Anorthosis Famagusta aus Zypern oder Pjunik Jerewan aus Armenien. Und ich muss gestehen, ich war kurz erleichtert, bis mich die Einschätzung von Alfred Hörtnagel, seines Zeichens Rapid-Sportdirektor, eines besseren belehrte und mir mit einiger Verzögerung so richtig mulmig wurde - der Lage des österreichischen Fußballs eingedenk: "Anorthosis Famagusta ist eine sehr gute Mannschaft, die auch international schon für Furore gesorgt hat. 2005 warfen sie beispielsweise Trabzonspor aus der Champions-League-Qualifikation."

Trabzon-Was? Ich denke, Respekt ist wichtig. Aber man sollte die Kirche vielleicht doch wieder einmal im Dorf lassen, wo sie hingehört.

Donnerstag, 3. April 2008

EURO 2008: Wie aus belächelten Idioten vielleicht doch noch ernst zunehmende Außenseiter werden ...

Nach dem Spiel gegen die Niederlande war ich sehr zufrieden: 1) dass wir verloren und 2) doch so viel Positives gezeigt hatten, das hoffen ließ. Diese Zufriedenheit hielt ein paar Stunden, dann kam langsam die Verzweiflung durch, weil ich an Hickersberger dachte und an seinen dämlichen Präsidial-Schatten und an all die falschen Schlüsse, die jener in vorauseilender Dummheit und Kleinmütigkeit gegenüber diesem aus der Niederlage ziehen wird. Und damit zum wiederholten Mal aus einer lehrreichen eine leerreiche Niederlage macht.

grafSeit heute ist das alles anders. Denn Martin Blumenau hat mich in seinem 122. EM-Journal auf eine Netzwerkanalyse , die meine intuitiv gezogenen Schlüsse bestätigte, und vor allem auf ein Interview im Standard hingewiesen, das so sensationell anders ist, als alles, was ich von Hickersberger bislang kannte, dass die Verzweiflung innerhalb von nur wenigen Augenblicken einer Hochstimmung Platz macht und mich buchstäblich und nachhaltig so dermaßen in die "Emotions-Vertikale" befördert, dass es mich selbst verblüfft.

Einer Hochstimmung, die wohlgemerkt nichts mit Überheblichkeit zu tun hat, sondern daraus resultiert, dass ich mir zum ersten Mal vorstellen kann, dass wir - wenn wir 1. viel Glück haben, 2. der Bio-Rhythmus aller Spieler passt, 3. der Gegner ein bisschen mithilft, 4. wir im Spiel richtig auf geänderte Situationen reagieren und 5. die Luft reicht - unsere Außenseiterrolle zusammen mit unseren Herzen in die Hand nehmen und die eine oder andere Sensation schaffen können.

Und das ist doch schon eine ganze Menge.

Donnerstag, 29. November 2007

Where the hell is Helsingborg?

Austria verliert im Europacup gegen Helsingborg 3:0. Erwähnenswert? Eigentlich nicht. Wenn da nicht 4 Dinge wären, die hervorhebenswert sind:

1) Jeder, der sich auch nur ein bisschen mit Fußball beschäftigt, weiß, dass das Niveau in der österreichischen Bundesliga, die wenn immer sich eine Chance auftut ihren Namen vergisst und dann Klax-, Max, oder T-Mobile-Liga heißt (mein Favorit ist Klax-Liga) eine Katastrophe ist.

2) Jeder weiß, dass die einzige Chance, die der österreichische Fußball hat, Europa ist. Als Cup, als Auslandseinsatz, etc. Ich glaube, dass man sich auf europäischen Ersatzbänken als Fußballer besser entwickeln kann, als in einem Meisterschaftsspiel in der Klax-Liga.

3) Und da müssen wir vor der Niederlage auch noch Interviews mit einem Trainer namens Zellhofer über uns ergehen lassen, in denen er sich 1. über die vielen Spiele beklagt - die dümmste aller möglichen Ausreden - , um dann 2. festzustellen, dass für ihn der Europacup weniger wichtig ist als die Klax-Max-Meisterschaft. Ich kann auch nicht mehr hören, dass wir teilweise den "Ball gut haben laufen lassen" - die Frage ist doch: Wo? In der eigenen Hälfte, solange der Gegner nicht attackiert, vielleicht, aber sicher nicht irgendwo in der Nähe des gegenerischen Strafraums, wo wir hinter allem, was am Platz und in den Köpfen! passiert, 2-3 Schritte hinterher laufen.

4) ... und niemand in diesem Land - außer Leidensgenosse Blumenau - schreit auf angesichts dieser totalen Realitätsverweigerung. Wie ich dieses Österreich hasse. Nicht weil wir andauernd nur dem Ball nachlaufen und verlieren. Sondern wie wir verlieren, macht mich krank. Nicht erhobenen Hauptes wie die Argentinier, die schon in ihrer Bundeshymne singen: Coronados de gloria vivamos / O juremos con gloria morir (Ruhmgekrönt leben wir und schwören, auch ruhmvoll unterzugehen) sondern nach Ausreden suchend, kleinlaut sich davonstehlend vom Platz.

Montag, 17. September 2007

EURO 2008-Stimmungsbarometer ....

Habe mich gerade bereit erklärt, das "EURO 2008-Stimmungsbarometer" der WKÖ zu beantworten und werde in den kommenden Monaten als Unternehmer immer wieder dazu befragt werden. Als Anreiz für meine Mithilfe kann ich eine von drei Karten für die Vorrundenspiele der österreichischen Nationalmannschaft gewinnen. Das veranlasste mich zu folgendem Abschlussstatement im freien Feld am Ende der ersten Befragungsrunde.

Alles, was unsere EM-Vorbereitung betrifft, ist so was von unprofessionell, dass einem die Spucke wegbleibt. Stickler und Hickersberger sind zusammen das Schlechteste, was dem österreichischen Fußball passieren konnte - wahrhaft ein DUO INFERNAL!!! Ich blicke neidisch nach Deutschland - diese Art, Dinge zu analysieren und anzupacken wie bei der WM 2006 fehlt bei uns total. Frage: Würde jemals ein Unternehmen in der Privatwirtschaft in der entscheidenden Phase seiner Entwicklung einen Geschäftsführer zurückholen, der schon einmal genau mit diesem Unternehmen gescheitert ist? Die Antwort heißt: Niemals! Wir haben es mit Hickersberger getan. Unabhängig davon, ob er ein guter Trainer ist oder nicht (ich glaube das erstere) - die mentalen Effekte einer solchen Entscheidung sind katastrophal für das ganze Land. Wie Hickersberger es schaffte, den Stimmungsaufschwung, der durch die U20-WM ausgelöst wurde, innerhalb weniger Spiele wieder so was von in Grund und Boden zu fahren, das ist beinahe unglaublich. Aber wir haben es mit eigenen Augen gesehen.

Doch es ist nicht nur der Fußball, der in diesem Land im Argen liegt. Es ist auch der Journalismus/die Kritik. Wir müssen uns seit Jahren anhören, wie Prohaska versucht, ganze Sätze zu bilden. Aber hat sich jemals wer gefragt, ob dieser Prohaska imstande ist, ein Spiel zu lesen / zu analysieren? Natürlich ist er es nicht. Schauen sie rüber zu den Deutschen und auf das Niveau der Berichterstattung. Hier in Österreich hat wirklich die totale Operette Einzug gehalten - und als denkender Mensch fühlt man sich eigentlich nur verarscht. Und zu guter Letzt füllt immer öfter ein Publikum die Ränge, das so was von jenseitig, rechtslastig und imageschädigend ist - siehe Anfeindungen gegen Ausländer, die Offensive gegen Ivanschitz / Judaschitz beim Ländermatch im Rapid-Stadion oder gestern die Krawalle nach dem 1:5 von Rapid gegen Sturm -, dass damit jede längerfristige Imagearbeit ohnehin untergraben würde.

Wir haben keine Analysekultur, wir haben keine Spielkultur, wir haben keine Fankultur
- und sie fragen mich, was ich von der Europameisterschaft halte? Ist das ihr Ernst? Oder sind sie auch nur Handlanger all dieser Unfähigen, die es nie auch nur einen halben Schritt weiterbringen werden? Aus einem Ereignis wie der EM kann man nur dann wirtschaftlich Kapital schlagen, wenn das Produkt im Zentrum passt. Wenn nicht, geht alles nach hinten los - das wissen wir ja aus der Privatwirtschaft, oder? Also hören sie auf, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Hören sie auf und es könnte ein Anfang sein! Wollen Sie wirklich wissen, was uns die Europameisterschaft bringen wird, wenn alles so weitergeht? Wenn Wirtschaft und Sport und Politik in den Burgenlanddressen der österreichischen Nationalmannschaft. zusammen in einem lecken, vollkommen heruntergekommenen Boot sitzen und nicht mal wissen, wohin sie rudern sollen? Wollen sie es wirklich wissen? Man wird sich am Ende den Bauch halten müssen - vor lauter Lachen über uns. Und wir? Wir werden als geübte Masochisten auch daraus keine Lehren ziehen.

Wenn Sie wirklich wollen, dass sich in diesem Land noch irgendwas zum Positiven ändert, dann zwingen sie all die Leute, die im Fußballumfeld auch nur irgendwas zu sagen haben, dazu, sämtliche bis jetzt erschienenen EM-JOURNALE von Martin Blumenau, es sind 78 !!!, laut zu lesen.

Ach ja - die Eintrittskarten! Die können Sie behalten. Orte zwar masochistische Ansätze in mir - sie kommen aber eher spontan zum Ausdruck und werden von mir nicht bewusst gepflegt.

Donnerstag, 9. August 2007

Zidanes Melancholie ...

Jean-Philippe Toussaint sieht Zidanes historischen Kopfstoß im WM-Finale 2006 von zwei verborgenen Strömungen heraufbeschworen. (Ich sage historisch, weil diese Geste alles hatte, was einen historischen Augenblick ausmacht, der sich im Augenblick jeder Ein- und Zuordnung entzieht.)

Die erste hat mit dem Verrinnen der Zeit zu tun, "mit der Verbitterung des Fußballers, der das letzte Spiel seiner Karriere bestreitet und sich nicht entschließen kann aufzuhören" ... die zweite mit dem ununterdrückbaren Verlangen "mit allem so schnell wie möglich Schluss zu machen, das Spielfeld überstürzt zu verlassen und in die Umkleidekabine zurückzukehren, ..., denn die Niedergeschlagenheit hat schon von ihm Besitz ergriffen, so unvermittelt und maßlos, die Müdigkeit, die Erschöpfung, die schmerzende Schulter, Zidane will kein Tor (mehr) gelingen, er kann seine Mitspieler nicht mehr ertragen, er kann die Welt und sich selbst nicht mehr ertragen. .."

"Seit Beginn der Verlängerung hat Zidane übrigens seiner Enttäuschung immer wieder Ausdruck verliehen, unbewusst, mit der Kapitänsbinde, die ihm fortwährend vom Arm rutscht und die er immer wieder ungeschickt am Oberarm zurechtrückt. So signalisiert er ungewollt die Absicht, das Spielfeld zu verlassen und in die Kabine zurückzukehren." Warum? Weil ihm in diesem entscheidenden Moment die spielerischen Mittel fehlen "und auch die Kraft, er hat nicht mehr die Energie und den Willen, das Spiel jetzt noch einmal zu drehen, eine allerletzte, vollkommen gelungene Aktion abzuliefern, eine letzte Geste in reiner Form - sein wunderschöner Kopfball, den Buffon wenige Agenblicke zuvor mit einer glanzvollen Parada abgewehrt hatte, hat ihm endgültig die Augen über die Unabwendbarkeit seiner Ohnmacht geöffnet.

Jetzt auf einmal widersetzt sich ihm die Form - für einen Künstler unerträglich, man kennt die intimen Bande, die die Kunst mit der Melancholie verknüpfen.
"

"Zidanes Kopfstoß hatte die Plötzlichkeit und gleichzeitig Feinheit eines kalligraphischen Schriftzugs. ... Diese Geste entzieht sich den Kategorien des Schönen und Erhabenen, sie ist jenseits von Gut und Böse angesiedelt. Ihr Wert, ihre Stärke und Substanz gründen allein in ihrer nicht weiter ableitbaren Übereinstimmung mit dem Augenblick, in dem sie erfolgte.

Niemand im Stadion begriff"
(und niemand vor den Bildschirmen wollte es begreifen), "was sich ereignet hatte. Der Schiedrichter hatte das Spiel unterbrochen und man begann, auf dem Rasen hin und her zu rennen. ... Ich begriff nicht, was vor sich ging, noch weniger, als Buffon Zidane über Schädel und Nacken streicht, wie einem kleinen Kind, das man besänftigen will. Niemand im Stadion begriff, was vor sich ging, bis der Schiedsrichter auf die kleine Gruppe zuging, die sich um Zidane versammelt hatte, und eine schwarze Karte aus seiner Tasche zog und sie in den Himmel von Berlin hielt, und da, auf der Stelle, begriff ich, dass diese Karte für Zidane bestimmt war, die schwarze Karte der Melancholie."

Ein paar Seiten. Lesenswert. Jean-Philippe Toussaint: Zidanes Melancholie, Frankfurter Verlagsanstalt 2007

Donnerstag, 29. März 2007

Der Fussball ist eine Scheibe ...

Hab zwar das Spiel nicht gesehen, weiß aber ignoranterweise, nachdem ich die Analysen gelesen habe, dass Blumenau wieder mal so recht hat. Allein wie er die Spielsysteme beschreibt und was dadurch am Feld passierte, das muss einfach stimmen, so gescheit ist es und so weit weg von allem, was man auf dämlichen ORF-Seiten lesen oder aus ORF-Reportermündern vernehmen kann. Genau wie beim GHANA-Spiel: man reibt sich die Augen, weil man die grausliche Wirklichkeit nicht wiedererkennt.

Lesen Sie, meine Damen und Herren: Wie sich Österreichs Nationalteam gegen Frankreich lächerlich machte, zuerst auf dem Platz und dann in der Nachbereitung - lesen Sie und trauern Sie.

Es ist vorbei mit dem heimischen Fussball, der besser eine Flugscheibe, ein Schwebedeckel oder - wenn Sie´s lieber Denglish wollen - ein Frisbee wäre. Seit gestern ist er jedenfalls nicht mehr rund - was heißt: der Mythos des Alles-ist-möglich hat ausgedient. Jetzt bleibt uns nur mehr die schaurige Gewissheit, dass ein Spiel 90 Minuten hat und dass wir bei der EM mindestens 3x??? antreten müssen. Warum hat denn niemand Erbarmen mit uns ...

Donnerstag, 22. Februar 2007

Oh Captain, my Captain

Was Martin Blumenau heute in seiner Ode an Beckham schreibt, ist gescheit und richtig und musste gesagt werden. Und trotzdem bleibt ein bitterer Nachgeschmack, denn was er nicht erwähnt, ist dieser 70 m Diagonalpass, der den stürmenden Higuain wie eine Missile verfolgte, um sich schlussendlich wie ein Taube auf seinem Fuss niederzulassen, mitten im Lauf wohlgemerkt - ein Moment, der in die Geschichte einginge, wenn es nicht so viel anderes gäbe, mit dem wir uns jeden Tag abgefunden haben abzulenken.

Allein wie er anfängt:
Den anderen David Beckham könnt ihr gern haben, den brauch ich nicht. Die Witzfigur aus den Klatschblättern, das Simandl von Frau Victoria, die Style-Ikone aus Metrosex-Land, gehört euch. Der arme Tropf, der sich darauf einlässt, sich strategisch zu "verletzen", um bei der Superhochzeit von Tom Cruise mit dessen Casting-Braut (die ja eigentlich nur die 2. Wahl war, der First Choice dieser hollywoodweit durchgeführten Brautsuche waren die Vertragsbedingungen von Scientology dann doch zu arg) dabei sein zu können, geschenkt.

Den fistelstimmigen Tor, der sich in Home-Stories zum Deppen macht, zu einem liebenswerten zwar, aber zum Deppen, den brauch ich nicht. Den Beckham, der sich von Familie und Management strategisch hin und herschieben lässt zwischen Manchester, London, Madrid und jetzt L.A., der ist mir egal. Und der Beckham mit den peinlichen Tattoos mit den lachhaften Schriftfehlern, vor dem graust mir sogar.

Mein Beckham
ist der aufm Platz. Der große Spieler, der Veranwortungsträger bei Real, der Kapitän der englischen Nationalmannschaft, my captain, oh captain. Mein Beckham, das ist der von gestern abend, der Typ, der gegen alle Wider- und Umstände, trotz seiner schlechten Verfassung und der Krise seines Teams das Heft des Handels in die Hand nimmt und ein wunderbares Fußball-Spiel siegreich beendet.

Denn Real - Bayern, dieses Duell der beiden unsympathischen Fußball-Großmächte, dieser ungeliebten Geldsäcke, die derzeit beide in einer sportlichen Krisensituation stecken, war ein fabulöses Fußball-Spiel, die Auseinandersetzung zweier waidwunder Formationen, die ihr hohes Potential derzeit nicht ausschöpfen können, weil nichts im Gefüge stimmt und gestern abend im Bernabeu-Stadion dennoch alles aus sich rausholten und eine Vorzeige-Partie boten.

Und Beckham, David Beckham, mein Beckham, der von aufm Platz, war der Beste dieser Großartigen.


und dann am Ende die erneute Übergabe - schön:
Als er dann nach dem Spiel mit seinem Landsmann Owen Hargreaves von den Bayern schmähführte und dabei das Trikot auszog und so seine dummen Tattoos offenlegte, ab diesem Moment gehört er wieder euch anderen, ab genau da könnt ihr ihn wieder haben, ab da ist er mir egal.

Siniweler - Ohne Tal

Kein Ort zum Verweilen, nirgends. Wohin uns die Reise führt? Geradewegs lotrecht zu allem, was das Herz schneller schlagen lässt.

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