Dienstag, 22. Juni 2010

Die mitunter gar nicht so komplexen Netzwerke von Macht und Kapital ...

In der Nacht des 3. Juli 2009 verstarb der 1967 in Bad Aussee geborene Gerhard B. Friedl, eine der großen Hoffnungen des österreichischen Kinos - in Folge eines "tragischen Unglücksfalls", wie es damals offiziell hieß. Misteriös. Misteriös wie seine Filme, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten zu geben versuchen. Spröde Fragen wie: "Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?"

wolffUnd als Antworten kommen Fakten. Fakten mit Fragezeichen. Texte, die sich spröde gegen die Bilder behaupten. Fakten über die mitunter komplexen, mitunter überraschend naheliegenden und unverblümt aktivierten Netzwerke von Macht und Kapital. Fakten, zu denen man eigentlich alles zeigen kann, weil alles damit zu tun hat und letztlich auf vertrackte Weise davon abhängt.
Sodass die Bilder davor oder dahinter belanglos und existenziell zugleich werden. Sie verweisen auf sich, erzählen ihre eigene Geschichte und sind doch auf geheimnissvolle Art und Weise mit der Off-Stimme verwoben. Das einzig Störende an diesem Film sind die englischen Untertiteln, die es verhindern, dass man sich als Zuseher einfach fallen und von diesen 2 Paralleluniversen aus Ton und Bild existenziell berieseln lässt, dass einem der kalte Schauer als Gänsehaut zwischen die Schulterblätter fährt.

Und weil alles mit allem zu tun hat, bin ich auch nicht überrascht, dass ich den heutigen Kommentar zum gestrigen Film im Standard finde.

Ich zitiere: "Wie vielfach kolportiert, heuert Nikolaus Pelinka, Ex-Pressesprecher von Bildungsministerin Claudia pelinka-junSchmied (SPÖ) bei der Bundesbahn an. Wie der 23-jährige dem Standard bestätigt, wird er die neue ÖBB-Abteilung "Public Affairs" leiten. Näheres verrät Pelinka nicht, weil der Aufsichtsrat das Engagement nächste Woche erst absegnen muss, doch politisches Lobbying liegt als Aufgabe nahe. Der kolportierten Gagenhöhe von 6000 Euro im Monat widerspricht der Neo-Eisenbahner nicht. Ob es sich um einen Erst- oder Zweitjob handelt, wird sich erst herausstellen. Im April übernahm Pelinka auch einen Sitz im ORF-Stiftungsrat, wo er den SPÖ-"Freundeskreis" anführt - die Rochade macht den Wechsel aus Schmieds Büro auf einen (formal) regierungsferneren Posten notwendig."

Diesen Zeitungsausschnitt muss man genau lesen. Hier ist jedes Anführungszeichen und jede Klammer wichtig. Die Namen sind es nicht. Pelinka könnte auch Meischberger oder sonstwie heißen, aber das ist ein andere Geschichte ...

Sonntag, 20. Juni 2010

Filmtipp: Das ganze Leben liegt vor dir ...

Für Marta, eine frischgebackene Akademikerin, erweist sich der Titel des Films als verlogenes Glücksversprechen, das dazu dient, den Einzelnen bei der Stange zu halten - kleinmütig, ängstlich und korrumpierbar. Den Traum einer philosophisch publizistischen Karriere tauscht sie mit dem Arbeitskampf in einem Call Center, in dem die zum System gewordene Verlogenheit wildeste Blüten treibt. Wäre da nicht das kleine Mädchen in und neben ihr, das dafür sorgt, dass sich die echten Träume beständig gegen die blutleeren Mythen behaupten, wer weiß, wie die Geschichte enden würde.

Aber so darf es am Schluss ein Wahres im Falschen geben. Nicht ohne Augenzwinkern. Aber das versteht sich in diesem wunderbaren Film von selbst. David Lynch macht Urlaub in Italien. Und wir alle winken zurück. Mit Tränen in den Augen.

Dienstag, 15. Juni 2010

Unglaublich schön: Under Water Base Jump by Guillaume Nery



thx to Peter Glaser

Freitag, 11. Juni 2010

BUCALEMU: Die Spenden sind angekommen. Danke!

Langsam wird es Winter in Bucalemu. Die Lethargie, die die ersten Tage nach dem Beben begleitet hat, ist längst einer Geschäftigkeit gewichen, der sich kaum wer im Dorf entziehen kann. Überall wird gehämmert und geschraubt. Natürlich gibt es Leid, aber es gibt – auch dank Eurer und unserer Hilfe – daneben auch Hoffnung und Zuversicht.

neu7 Insgesamt 4770 EURO haben wir gesammelt und mit Western UNION direkt nach Bucalemu geschickt, wo der Bruder von Francisco das Geld übernahm und daran ging, die Dinge zu besorgen, die auf unserer gemeinsam erstellten Liste ganz oben standen.

Konkret wurden damit
  • 1 Heizofen/Kamin wurde neu gemauert / 400 EURO
  • 3 komplette Taucherausrüstungen (inkl. Neoprenanzug, Taucherbrille, Schnorchel und Flossen) wurden angeschafft, damit die Apnoe-Fischer aus Bucalemu (darunter auch der Vater von Francisco), wieder ihrer Arbeit nachgehen können (ihre Ausrüstung, die sie in einem Felsverschlag aufbewahrt hatten, hat der Tsunami einfach weggespült) / 890 EURO
  • 2 Backöfen angeschafft / 400 EURO
  • Fenster und Mauern erneuert bzw. neu eingesetzt / 1060 EURO
  • und last but not least eine ganze Menge Werkzeug (darunter auch Töpfe und Teller) und Baumaterial in Form von Holz angeschafft / 1950 EURO
  • die 70 EURO waren Kosten von Western UNION
Der Winter steht vor der Tür. Und die Leute von Bucalemu haben wieder Hoffnung und eine Wärme in ihren Herzen, die auch von Euch gekommen ist.


Danke! Danke! Danke!

Und hier noch ein paar Bilder – ohne Worte …

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Dienstag, 8. Juni 2010

Traunkirchen im Abendlicht. Ein Suchbild.

Im Schwimmen zwei Vögel der Abend so licht.

traunsee

zum Vergrößern anklicken ...

Freitag, 14. Mai 2010

Richtigstellungen in einer ver-rückten Welt

Heute gilt einer, nur weil er im Internet groß geworden ist, bereits als "Internet Experte". Dabei ist er bestenfalls ein aufschlussreiches "Exemplar". Eine nützliche soziologische Kategorie also, wenn es darum geht, das, was ist, in einen größeren Zusammenhang zu stellen und zu vergleichen - mit dem, was war und dem, was sein könnte.

Exemplare sind Blaupausen des Status quo. Sie bilden ab. Nicht mehr, nicht weniger. Je präziser, desto besser. Experten hingegen sollten in der Lage sein, über diesen Status quo nachzudenken, in der Lage, ihn mit anderen Horizonten/Welten zu konfrontieren und neue, unerwartete Verbindungen herzustellen. Verbindungen, die erhellen und keine Netze zum Schulterklopfen.

Aber weil Experten naturgemäß von außen kommen oder zumindest ein Naheverhältnis zu diesem Außen pfelgen, werden sie von den Exemplaren, die in einer Allgegenwart leben und aufgehen, wie Fische im Wasser, schnell diffamiert - und lustigerweise einer Distanz bezichtigt, ohne die Denken nicht funktionieren kann. Ein Schuss, der im Normalfall nach hinten losgeht, nach hinten losgehen muss, in einer ver-rückten Welt jedoch sein Ziel nicht verfehlt.

Aber was bringen solche Richtigstellungen? Wer kann sie hören, wer will sie hören - in einer Welt, deren Alpha-Tiere nicht zufällig beinahe deckungsgleich sind mit den aktuellen Highscores der Ego-Shooter-Rankings?

Montag, 3. Mai 2010

Adorno über kritische Popmusik

Die Frage brennt noch heute: "Wie reagieren wir auf Bilder im Wohnzimmer und in unseren Köpfen, die wir nicht bestellt haben und nicht mehr loswerden können?"



via Peter Glaser

Montag, 29. März 2010

Ben Nevis, Scottland - 94% humidity, minus something


Scottish Icetrip in Ben Nevis - English
Hochgeladen von Petzl-crew. - Sieh mehr Sport und Extremsport Videos.

Freitag, 26. März 2010

Spendenaktion für BUCALEMU: Die Nacht des Tsunami

Liebe Freunde,
viel hat sich getan seit meinem letzten Brief. Wir stehen mittlerweile bei 3845€ Spendengeld und wir möchten allen, die dazu beigetragen haben, von ganzem Herzen danken. Franciscos Tränen könnt ihr nicht sehen, als ich ihm erstmals von unserer Spendenaktion erzählte, aber er hat mir gesagt, er wird in BUCALEMU eine österreichische Flagge hissen, sobald er zurück ist … ;-)

Francisco ist mittlerweile wieder in Wien, weil er arbeitend seiner Familie am besten helfen kann. Die Geschichten und Bilder, die ich von ihm gesehen habe, sind traurig, erschütternd und mitunter sogar von einer gewissen Komik. Wie das Leben halt so ist.

Besonders in Erinnerung sind die Geschichten der ersten Nacht, das schreckliche Dunkel in BUCALEMU, das riesige Durcheinander, weil mit dem ersten Beben um 3 Uhr früh die komplette Stromversorgung zusammenbrach, der hastige Griff nach ein paar persönlichen Dingen und verzweifelte Suche nach Menschen, die einem lieb sind. Alles war auf der Straße, alles zitterte, alles strauchelte und nur Konturen, Ahnungen, Schreie.

Der Bruder und ein Cousin von Francisco, die noch am Strand waren und feierten, wurden gleich nach dem ersten Beben vom Meer erfasst, das in wenigen Sekunden 4 Meter anstieg, sich aber nicht überschlug. Sie kamen mit dem Schrecken davon. Eine knappe Stunde später kam die zweite, richtige Welle. Die Hütten am Meer stehen nicht mehr. Das Haus von Franciscos Onkels, an dem er 30 Jahre lang gebaut hat, ist wie vom Erdboden verschwunden. Der Platz, an dem es stand, wirkt leergefegt wie nach einer gründlichen Putzaktion. Das Haus von Francisco und seinen Eltern war über einen Meter hoch mit Wasser gefüllt. Und davor steht plötzlich nun ein Kiosk für PAPAS FRITAS, der einen Tag zuvor noch am Strand von BUCALEMU war, beinahe 1 Kilometer entfernt. Alles in allem sind 50% der Häuser nicht mehr da und auch der Strand von BUCALEMU ist wie verschwunden. Gespenstisch steht nun eine kleine Brücke mitten im Meer, die vor dem Tsunami von der Mole zum Strand führte. Das Erdbeben ist immer noch da. Seit über 3 Wochen zittert die Erde in BUCALEMU – jeden Tag aufs Neue.

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Franciscos Onkel an dem Platz, wo vorher sein Haus gestanden hat


















Und jetzt zur guten Nachricht: Wir haben zusammen mit Francisco und seinem Bruder, der vor Ort ist, einen Plan ausgearbeitet, wie wir am besten helfen können und sind gerade dabei eine Liste zu erstellen, von Verwandten und Bekannten, die die Hilfe am dringendsten benötigen. Und wir überlegen uns auch, womit wir am besten helfen können. Das heißt, wir werden von diesem Geld Dinge kaufen, die den Betroffenen am besten helfen und in bereits in den nächsten Wochen beginnen, sie zu verteilen.

Wir wissen, dass wir nicht viel bewegen können. Wie wissen jedoch auch, dass manchmal ein kleines Zeichen Berge versetzen kann.

Bis auf weiteres
Wolfgang und Silke


Wer noch nicht gespendet hat, kann es hier noch tun:

Konto: Tonninger/Erdbebenopfer Bucalemu, Erstebank, BLZ 20111, KontoNr. 30033319752, IBAN: AT572011130033319752, BIC GIBAATWWXXX

Die Brücke zum Strand, die nirgends mehr hinführt ...
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Der Kiosk EL TIO nach seiner weiten Reise vor dem Haus der Familie Gomez ...

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Fremdzündung

M. Hutter sinniert in der Sueddeutschen über die Rede vom geistigen Eigentum und das Dreigestirn Urheber, Verwender und Verwerter. Gut, die Verwerter leben vielleicht in einer etwas altertümlichen Welt - aber wenn man daraus gleich das Ende der gesamten damit verflochtenen Handelsbranche ableitet, dann muss man auch bereit sein, das Ende der Arbeit, so wie wir sie kennen, mitzudenken. Nur Mut! ;-)

Hier ein paar Auszüge:

"Der Dieb stiehlt Sachen. Das gestohlene Fahrrad ist weg, es ist nicht mehr an seinem Platz, es fehlt seinem Besitzer. Geistige Inhalte - Geschichten, Lieder, Bilder in allen möglichen Kombinationen - sind nicht weg, wenn sie erschlichen worden sind. Die Bilder und die Bücher sind noch an ihrem Platz, und die Spiele-Software läuft auf der ersten Kopie so gut wie auf allen weiteren Kopien.....

Geist ist flüchtig. Geist ist wie ein Gas, das sich unter bestimmten atmosphärischen Bedingungen verdichtet und entzündet. Eine neue Form, ein eigenständiges "Werk" entsteht....

Um die eigene Zündung auszulösen, muss jeder selbst in die Atmosphären eintauchen, in denen begabte und geübte Virtuosen ihre Geistprodukte aufführen. Seit etwa 100 Jahren gelingt dies nicht nur durch Bücher. Bis heute werden die "Inhalte" tatsächlich in richtigen "Behältern", in Büchern und Disketten, befördert. Die Behälter werden zunehmend überflüssig, weil die Codes der geistigen Erregung in Computercodes transformiert werden können....

Aber die Begeisterung reicht nicht, um das Feuer am Brennen, also die Musik-, Text- und Bildmacher am Zündeln zu halten. Die Verwender brauchen Formen der angemessenen Vergütung für die Urheber - aber nicht für die Verwerter, also diejenigen, die sich die Zugangsrechte zu den Werken angeeignet haben. Die Verwerter operieren weiter in der Welt der Behälter, die gestohlen werden können, und deshalb haben sie ein vitales Interesse daran, der fahrradfahrenden Bevölkerung und den eigentumsverpflichteten politischen Entscheidungsträgern einzubimsen, dass das Erschleichen einer Zündung nichts anderes sei als der Diebstahl einer Sache."

Sonntag, 14. März 2010

Gute Nachrichten aus BUCALEMU!

Liebe Freunde, es gibt gute Nachrichten!
Francisco hat sich gemeldet. Er und seine Familie sind erschöpft aber wohlauf. In BUCALEMU gibt es nach wie vor keinen Strom, kein Wasser und der Tsunami hat 50% der Häuser mitgenommen. Das von Francisco und seinen Eltern war Gott sei Dank nicht dabei. Es steht, ist aber sehr beschädigt. Er schreibt mir, dass ich BUCALEMU kaum wiedererkennen würde. „Tenemos mucho trabajo por delante“ – „wir haben viel Arbeit vor uns“ – meint er in seinem Mail lapidar. In diesem Moment weiß er noch nicht, dass wir zusammen bis jetzt 2.485 EURO!!!! zusammengetragen haben, um seiner Familie zu helfen.

Vielen Dank an dieser Stelle für Eure Unterstützung und dass ihr in dieser Zeit mit uns ward. Das Projekt BUCALEMU ist natürlich damit nicht zu Ende. Es beginnt. Jetzt kann es also losgehen. Jetzt macht Euer und unser Geld einen Sinn. WIR! können helfen … Werden euch natürlich auch über alle weiteren Schritte auf dem Laufenden halten. Und heute lasst uns einfach darauf anstoßen!!!! ;-)

Liebe Grüße Wolfgang + Silke

Dienstag, 9. März 2010

Bucalemu ... Bilder einer heilen Welt

So sah ich Bucalemu im Jänner 2007. Mit Francisco und Jao. Wir haben geredet, gelacht und wohl auch einiges getrunken. So aufgeregt waren wir, dass wir uns endlich nicht nur in Wien, sondern auch in Bucalemu begegnen und sie mir ihre Welt zeigen konnten.

Eine Welt, die nur aus Horizont besteht. Und dem Pazifik, der "dies endlos lange Brot knetet, das Chile heißt." (Pablo Neruda)

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Der Ort

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Der Strand

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Das Haus meines Freundes

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Francisco und ich - nach der Hochschwab Südwand

Was ist geblieben - außer meinen Träumen?

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Helft uns helfen! "Unserem Freund aus Bucalemu!"

Konto: Tonninger/Erdbebenopfer Bucalemu, Erstebank, BLZ 20111, KontoNr. 30033319752
IBAN: AT572011130033319752, BIC GIBAATWWXXX


Danke!

Montag, 8. März 2010

Und wieder mal fehlten die Worte ...

Gestern nicht in Bucalemu, sondern draußen in der Natur zum Auftanken. An Warscheneck und Rossarsch vorbei und über die Wetterlucken auf den Phyrner Kampl. Ein glasklarer Wintertag. Und endlich Schnee. Pulver - zum Abwinken.

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Hochmölbing, Kreuzspitze, Schroken mit Verbindungsgrat zum Phyrner Kampl. (zum Vergrößern anklicken)

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Es war so still, dass am Ende sogar der Priel das einzige Wolkenfenster an diesem Tag öffnete und zu uns herübersah. (zum Vergrößern anklicken)

Mittwoch, 3. März 2010

Neue Bilder und Informationen aus Bucalemu ... Helft uns helfen!

Heute über Twitter Search gefunden - einen Beitrag einer Tageszeitung aus der Gegend von Bucalemu. Parallel dazu laufend Aufrufe der Bevölkerung, nicht auf die kleinen Fischerdörfer an der Küste zu vergessen - Orte wie Bucalemu und Pichilemu -, da sich die ganze Hilfe zur Zeit auf die Gegend rund um Concepcion konzentriert.

Die Situation in Bucalemu ist angespannt. Nach wie vor kein Wasser und kein Licht: "específicamente el balneario de Bucalemu, donde he constatado que lo que la gente pide con mayor urgencia es tener agua y luz, ya que con estas dos cosas, la comunidad va a estar mejor."

Helft uns helfen! Unserem Freund Francisco, seiner Familie und den Menschen in Bucalemu!
Konto: Tonninger/Erdbebenopfer Bucalemu, Erstebank, BLZ 20111, KontoNr. 30033319752
IBAN: AT572011130033319752, BIC GIBAATWWXXX


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Dienstag, 2. März 2010

Help: My friend in Bucalemu ...

To read this post in English: please go to my friend Franz Kühmayer who contributed a second post and a very helpful translation: Lets demonstrate how much social there is in Social Media!

BUCALEMU ist ein kleines Fischerdorf am Pazifik, ca. 150 km südlich von Santiago de Chile. BUCALEMU ist das Dorf unseres Freundes Francisco, der seit 10 Jahren in Wien lebt und gerade daheim bei seinen Eltern war, als das Erbeben passierte und die Flutwelle kam. Seither habe ich nichts von ihm gehört. Keine Antwort auf Mail und SMS.

Heute früh dann die furchtbaren Bilder aus BUCALEMU – ein Youtube-Video gefunden über Twitter-Search. Ein Mann, der mit einem Kind durch die Straßen geht, anfangs nicht ganz so schlimm, dann aber sieht man, dass das Dorf nicht mehr steht. Es ist furchtbar. Wir müssen helfen. Helft bitte mit.



Wir haben ein Spendenkonto eingerichtet und verbürgen uns bei allem, was uns heilig ist, dass jeder Cent davon die Familie von Francicso und die Menschen in BUCALEMU erreicht. Die ERSTEBANK wird für dieses Konto keine Spesen verrechnen und: ich werde selbst hinunterfliegen und dafür sorgen, dass das Geld auch ankommt.

Lasst uns zusammen den Menschen in BUCALEMU helfen! Spenden an:
Konto: Tonninger/Erdbebenopfer Bucalemu, Erstebank, BLZ 20111, KontoNr. 30033319752
IBAN: AT572011130033319752, BIC GIBAATWWXXX


Noch etwas: ich weiß, wovon ich spreche. Ich war am Strand von BUCALEMU zusammen mit Francisco und im Haus seiner Eltern. Sein Vater ist ein Fischer ohne Boot. Er lebt und taucht an der Küste. Seine Mutter verarbeitet den Seetang vom Meer. Ich liebe dieses Land, das mich seit fast 15 Jahren begleitet und bin diesen Menschen zutiefst verbunden.

Während ich diese Zeilen schreibe, gehen die Worte von Pablo Neruda in meinem Herzen auf und ab: Sube a nacer, conmigo, hermano / Dame la mano desde la profunda / zona de tu dolor diseminado / No volverás del fondo de las rocas / No volverás del tiempo subterraneo.
Und hier eine versuchte Übersetzung: Erhebe dich und werde mit mir geboren, Bruder / Gib mir die Hand aus den Tiefen / deines hinausgeschleuderten Schmerzes. / Du wirst nicht zurückkommen vom Grund der Steine / und nicht zurück aus der unterirdischen Zeit.

Danke für jeden Cent!
Wolfgang Tonninger + Silke Stadelmann

Siniweler - Ohne Tal

Kein Ort zum Verweilen, nirgends. Wohin uns die Reise führt? Geradewegs lotrecht zu allem, was das Herz schneller schlagen lässt.

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