Montag, 22. August 2011

The revolution will not be televised

Freitag, 29. Juli 2011

Milow & Jack Johnson in Wiesen

Gestern abend in Wiesen. Die Wiesen in Wiesen keine Wiesen sondern Morast. Auf der Bühne alles rund, klar, cosy. Viel Meer und Sonnenuntergänge, während es draußen friedlich vor sich hinregnete. Alles passt. Wie damals in Galeta Gonzalo. Jack Johnson war wie ein warmes Tuch, in das man sich hüllen konnte. Und Milow, der supporting act, ein junger Vogel im patagonischen Regenwald.

Und weil alles so gut lief, gaben sich beide ein wunderbares Duett und Milow schenkte uns am Ende von YOU & ME sogar eine Zeile, die sonst nirgends aufscheint. Eine Zeile, die sich gewaschen hat, wie ich meine:

"I really wish that you were cooler. Not just cool but really cool. So I could put you in my freezer and microwave you when I am old."

Dienstag, 5. Juli 2011

Mammut Expeditionsschlafsäcke günstig abzugeben!

ACHTUNG: Wir verkaufen unsere Mammut/Ajungilak 5 Season Dauenschlafsäcke! Und bitten um Angebote. Sie waren nur 3 Winternächte ohne Zelt im Einsatz.

We sell our Mammut/Ajungilak 5 Season Down Sleeping Bags! and ask for offers. Used not more than in 3 cold winter nights without tents. They are perfect for Expedition Basecamps, but a bit too heavy, bulky for our needs.

mammut

Unser Resumee: Sind sind toll, nur leider für unseren Bedarf etwas zu warm, zu groß, zu schwer. Wie gesagt: der perfekte Basislagerschlafsack für Expeditionen (bis -40°), aber nicht der ideale Begleiter, wenn man über auf einer Höhe von 4000-6000 m alles (Schlafsack, Seile, Pickel, Steigeisen, Verpflegung, etc.) selber schleppen muss. Länge: Beide 195cm

NEUWERT: 750 EURO.
Value when new: 750 EURO

Asking price: realistic, reasonable, around 500 EURO

Montag, 4. Juli 2011

Frauen und Fußball?

Mir tut es ehrlich gesagt leid, dass solche Dinge bei einer Weltmeisterschaft passieren. Man muss sie jedoch mitberücksichtigen, wenn man über das Niveau des Frauenfußballs ernsthaft diskutieren will. Wenn jemand einen Ball im Strafraum 5 Sekunden lang ungestraft halten darf, dann sinkt dieses nicht nur blitzartig, man muss auch die Zurechnungsfähigkeit der SchiedsrichterInnen in Frage stellen.

Ein Meilenstein jedenfalls.

Freitag, 27. Mai 2011

Hu-Hu-Hooligans. Falscher Fokus.

Sehr geschätzter Herr Thurnher,
Toleranz hat mit Duldsamkeit nicht zu tun, d‘accord. Und mit der Bequemlichkeit soll sie sich niemals ins Bett legen und spezifisch österreichische Ungeheuer zeugen. Deshalb ist es nur legitim, den eigenen Toleranzbegriff auszuloten und – wie Sie schreiben „vom Toleranten zu verlangen, dass seine Toleranz bis an die Grenze des ihm Erträglichen geht.“

Anstatt diese Grenze im konkreten Fall mit den Rapid Hooligans abzuschreiten, ziehen Sie es vor – den Gesetzen des Essays folgend – einmal um die Welt herum zu streunen und das Vermummungsthema nicht nur an Burka- und BartträgerInnen, sondern auch an anonymen Postern festzumachen. Das bliebe Ihnen unbenommen, würden Sie nicht gleichzeitig (und vielleicht sogar als Folge Ihrer Streifzüge) das skandalöse Detail der bei den Hooligans verwendeten „begrifflichen Nebelgranaten“, wie Sie es nennen, übersehen. Es geht hier wohlgemerkt nicht um Spruchbänder, die den Vorstand oder den Trainer kritisieren, sondern um jene Elemente, die ungestraft Schals hoch und ins Fernsehbild halten dürfen, auf denen Folgendes zu lesen ist: „Tod und Hass dem FAK“. Die Grenze des für mich Erträglichen wird hier überschritten. Wer zulässt, dass diese Form von Sprachgewalt gesät wird, wird Krieg ernten. Ich lehne mich aus dem Fenster und meine: Das ist ein Strafdelikt! Der Platzsturm war dagegen ein Lercherlschas.

Als Leserbrief am 27.5.2011 an den Falter abgeschickt

Dienstag, 10. Mai 2011

Noises from Everest

Laut www.bergsteigen.at verbucht der britische Bergsteiger Kenton Cool seinen 9. Everest-Erfolg auch als Status-Update auf Twitter und Facebook. Und: er telefoniert mit seiner Frau. Was uns als große Errungenschaft präsentiert wird, markiert nichts anderes als den endgültigen Verlust der Privatheit. Sollen wir uns darüber wirklich freuen?



Seine Tränen sind echt. Aber sein Gipfelsieg gehört Samsung.

Dienstag, 26. April 2011

Immer nie allein ...

Es geht immer weiter. Mit Foursquare ist noch lange nicht die Spitze der Daten-Verschmutzung erreicht. Aple macht mit iPhone Geolocation auch ohne App (was bedeutet: auch ohne User-Aufforderung).

Aber ist das wirklich ein Skandal? Wollen wir nicht alle begleitet werden? Immer und überall? Ich lese gerade auf Facebook, dass Roman einen Lauf mit Nike + GPS begonnen hat. Und er will, dass wir ihn anfeuern. Können wir tun. Kein Problem. Auch wenn er nächstens auf der Toilette sitzt.

tutschek

Freitag, 22. April 2011

Unvorstellbar: First Round First Minute - VIDEO

Chris Sharma hat wieder zugeschlagen. In Margalef. Das Projekt, das er klettern konnte, beschäftigte ihn über 3! Jahre. Bewertungsvorschlag: keiner. Die Pointe: Er bittet andere um Mithilfe bei der Bewertung. Klar helfen wir. Oder? Spaß beiseite: Wie schwer kann eine Route sein, bei der Chris allein bei der letzten Sequenz 50! Versuche benötigt. Unvorstellbar. Der 10. Franzosengrad? Wurscht! Der einzige, der ihm und uns helfen kann, ist vielleicht der kleine Adam Ondra. Vielleicht hat er ja mal Zeit und vermisst mit seinem Kinderkörper, was für alte Männer ein Meilenstein ist.



Mehr von Chris über diese Begehung findet ihr auf bergsteigen.at und natürlich auf
seinem pranablog

Dienstag, 12. April 2011

Bin für schwarze Augenbalken in Interviews mit Bandion Ortner

Jetzt ist mir richtig schlecht geworden, also körperlich übel - und das ohne Übertreibung. Frage: warum lässt man Bandion-Ortner nicht mit einem schwarzen Augenbalken die Fragen von Armin Wolf beantworten - das wäre irgendwie stimmiger!

Montag, 7. März 2011

Ein Lob der Empörung

Warum sollten wir sie loben, die Empörung? Ganz einfach, weil jemand, der sich empört, nicht gleichzeitig sitzen bleiben kann, er muss aufstehen und seine Meinung kundtun, sich exponieren, während die anderen immer bloß mit Verlust rechnen und deshalb ein Angst dominiertes Leben führen ...

Stéphan Hessel, ein 93jähriger Franzose, ist aufgestanden, indem er sich hinsetzte, einen Flugzettel beschrieb und in den Bücherhimmel warf. Seitdem kreist der dort oben und Millionen von Menschen in Europa greifen danach und schicken ihn weiter. Warum? Weil trotz alledem und unerhörter Weise immer noch eine Welt vorstellbar ist, für die es sich zu kämpfen lohnt.

rm

Zum VIDEO: über Bildklick oder diesen Link!

Montag, 28. Februar 2011

Panoramatisches Gipfelglück

15 Meter können ein Welt bedeuten. In diesem Fall machten sie den Unterschied zwischen Wolkensuppe und Horizontentrance - mit Ankogel, Weißeck, Glockner, und Hochfeind (vlnr, alternierend zwischen Hintergrund und Vordergrund). Den Kamerarücken stärken selbstlos Hochkönig, Tennengebirge, Gosaukamm, Dachstein, Totes Gebirge und und Hochgolling.

Wer den Standpunkt errät, hat sich ein Flascherl Wein verdient!

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zum Vergrößern Bild anklicken

Mittwoch, 23. Februar 2011

Wittgenstein, McLuhan und Thurnher

Irgendwann in den Jahren zwischen 1936 und 1946 notierte Ludwig Wittgenstein den folgenschweren Satz: „Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache“, der 1953 Dreh- und Angelpunkt seiner postum erschienenen „Philosophischen Untersuchungen“ werden sollte.

1964 – also ca. 25 Jahre später - kam Marshall McLuhan in seinem Buch „Understanding Media“ zu der Erkenntnis, dass „das Medium die Botschaft“ ist. Und jeder, der heute schon einmal den Fernseher eingeschalten hat, glaubt sich medienbeschlagen genug, um mit dem Brustton der Überzeugung „The medium is the message!“ zu rufen, nur um immer und immer wieder das bewusstlose Echo einer nie stattgefundenen Lektüre zu vernehmen, das zwischen den Wänden seines vermeintlichen Denkens hallt.

wittgensteinWas McLuhan von dieser inhaltlich motivierten Medienkritik hält, sagt er uns unmissverständlich: „Our conventional response to all media, namely that it is how they are used that counts, is the numb stance of the technological idiot. The content of a medium is just the juicy piece of meat carried by the burglar to distract the watchdog of the mind.”

Es sollten mehr als 45 Jahre vergehen, ehe der Medienkritiker und Journalist Armin Thurnher durch seine langjährige Beobachtung der Meerschweinchen in seinem Falter-Editorial über die politische Sprengkraft von Social Media schreibend zur Einsicht gelangt, „dass kein Medium verherrlicht, noch unterschätzt werden sollte, weil es allein auf seinen Gebrauch ankommt.“

„Eben nicht, Herr Thurnher
“, wollen wir ihm zurufen. Nur weil in Nordafrika die Revolution ausgerufen wird und Sie von den „Brodnigs“ in Ihrem Haus immer mehr in die Enge getrieben werden, geben Sie klein bei? Und glauben urplötzlich die Auswirkungen der neuen Social-Media-Technologien auf inhaltlicher Ebene festmachen zu können? Medienkritik wird das niemals sein, nur Meinungsjournalismus – und von dem haben wir doch schon genug, oder? Die Schrift ist ein Medium, ebenso wie der Film. Die Sprache ist keines. Und das Foto-Handy ebenso wenig. Es gibt Werkzeuge, Funktionen und es gibt Medien. Diese Differenzierung sollten wir uns leisten, wenn wir weiter über Social Media nachdenken.

Dass Ihnen Wittgenstein näher steht als McLuhan, sei Ihnen unbenommen. Es versteht sich aus Sätzen wie folgendem eigentlich ganz von selbst: „Wenn man meint, so meint man selber; so bewegt man sich selber. Man stürmt vor und kann dabei das Vorstürmen nicht auch noch beobachten. Ja, meinen ist, wie wenn man auf jemanden zugeht.“ (L. Wittgenstein)

Donnerstag, 10. Februar 2011

Mein Vorbild KHG

Wer Gewinne macht, zahlt Steuern. Außer er besitzt eine Stiftung, die eine Tochtergesellschaft in einem Steuerparadies, sagen wir auf einer britischen Jungferninsel, anweist, im Auftrag der Fima eine millionenschwere Beratungsleistung durchzuführen und damit den gesamten Gewinn aus Österreich abzuziehen. So etwas nennt man Steuerhinterziehung. Ganz einfach. Punkt.

Wenn die an dieser Steuerhinterziehung beteiligten Firmen, wie im Fall KHG, so wunderschöne (von seiner Frau erfundenen?) Namen haben wie "Silverwater Invest" oder "Waterland-Stiftung" ändert das nichts am Tatbestand. Und wenn dann sogar nachgewiesen werden kann, dass aus dem Steuerparadies letztendlich das Geld wieder zurückfließt nach Österreich in eine andere Firma, die ebenfalls dieser Person gehört, dann fragt man sich, warum man sich noch immer Diskussionen im Fernsehen anhören muss, in denen der Beschuldigte Leserbriefe zitierend von seiner Schönheit, seiner Intelligenz und seinem Glück spricht. Da ist sie: die Operettenrepublik. So etwas geht nur in Österreich durch. Dass er nach dieser öffentlichen Volksverarschung überhaupt noch in sein Auto kommt und heimfahren darf. Die Steuermoral einer ganzen Nation liegt am Boden. Ich jedenfalls hab schon lange keine Lust mehr.

Aber lesen Sie selbst. Ein Auszug aus dem heutigen Standard:

Auch auf die Frage, warum laut Aussage seines Steuerberaters Millionenhonorare für die Investorensuche für Meinl International Power (MIP) über eine karibische Tochterfirma seiner Liechtenstein-Stiftung an seine österreichische Firma Valuecreation flossen, ging der Ex-Finanzminister nicht inhaltlich ein, da er keine "steuertechnische Diskussion" führen wolle.

Grasser hatte über sein kompliziertes Firmen- und Stiftungsgeflecht Millionen fließen lassen, berichtet das Nachrichtenmagazin "News", das in seiner neuen Ausgabe aus der Einvernahme von Grassers Steuerberater Peter Haunold vor dem Bundeskriminalamt am 9. November 2010 zitiert. Grassers österreichische Firma "Valuecreation" habe laut Haunold von der Silverwater in den Jahren 2008/09 vier Millionen Euro Beratungshonorar erhalten.

Die "Silverwater Invest and Trade Inc." mit Sitz auf der Karibikinsel Tortola (Britische Jungferninseln) ist eine Tochtergesellschaft von Grassers "Waterland-Stiftung" in Liechtenstein. Auf die Frage nach dem Grund der Millionenüberweisung sagte der Steuerberater laut "News", dass Grasser in deren Auftrag für den Börsegang der Meinl International Power (MIP) Investoren geworben habe. Warum Grasser von der - letztlich eigenen - Firma den Auftrag bekam, Investoren für die MIP zu werben, und sich dies am Umweg über die Karibik fürstlich von der eigenen Silverwater-Firma entlohnen ließ, bleibt unklar.


Christoph & Lollo
singen nun schon seit mehr als 2 Jahren diesen Song auf youtube. Wann werden Sie endlich erhört?

Dienstag, 8. Februar 2011

Miniaturen einer Reise - 1

Weiß nicht mal, wo und wann die Reise anfing. Und auch nicht wie das Reisen geht. Nur dass es Mut braucht, mit Haut und Haaren aufzubrechen, wenn man den Urlaub scheut, den man verdient. Wir waren weg. Wir haben uns verloren. Und niemand nahm Notiz. Wir riefen in die Berge, die kein Echo kannten, nur den Wind. Und gingen los. Von Morgen keine Spur. Nur Haut und Haare und eine Frage, wie eine Feder auf der Stirn.

Wie geht das Reisen und die Kunst des Unterwegs?

brille

Siniweler - Ohne Tal

Kein Ort zum Verweilen, nirgends. Wohin uns die Reise führt? Geradewegs lotrecht zu allem, was das Herz schneller schlagen lässt.

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