Vertical

Montag, 13. August 2007

Bärenjagd ohne Bären ...

Mit Bruder Werner in der Nock-Diretissima im Sengsengebirge/Naturpark Kalkalpen. Endloser Aufstieg für 180 Meter Plattenglück. Zu Beginn boltlose Plattenlängen, die sich in der Sonne strecken. Am Ende Wasserrillen voll mit Wasser und trotzdem perfekte Reibungswerte. Viel Licht, viel Schatten? Eine komplette "Bergfahrt" eben - mit allem, was dazugehört. Komplett? Zurück kommen wir mit Schiern - das steht fest.

wasserrillen
Die letzte Seillänge sieht aus, als hätte ein riesiger Bär seine Krallen hier geschärft.








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Mittwoch, 1. August 2007

Russian Climbing ...

Sonntag, 15. Juli 2007

Dehydrant ...

Mit Martin durchs Gaisloch hindurch und auf die Lechnermauern ins "Wunderbare Leben". Nach knapp 3 Stunden Zustieg und zwei Seillängen wieder abgeseilt, weil in der brütenden Hitze im oberen 8. Grad nichts zu holen war. Wie einfach alles war: Das Falsche im falschen Moment ist falsch. Das Richtige im falschen Moment ebenso. Danach das erste Mal das wunderbare Gefühl, dass ich hier und heute mit dem schweren Klettern aufhören und mein Leben dadurch erst richtig öffnen könnte. Fast schien es so, als hätte ich der Route eine sehr persönliche Interpretation abgerungen, indem ich mich nicht mehr länger am Stein festkrallen und ihm ein Bewegungskopfstück nach dem anderen abringen wollte, sondern bereit war loszulassen. Ich glitt sozusagen in ein schwarzes Fokussionsloch hinein, das die Hitze um mich bündelte und meine wächsernen Schwingen augenblicklich zum Schmelzen brachte. Dabei dämmerte mir, dass mich am Ende alle Routen im besten Fall in ein wunderbares Leben entlassen. Ein Leben, das nicht mechanisch nach der Wiederholung strebt, sondern nach dem Neuen, nach dem Unvermuteten, das eintritt, wenn Zeit plötzlich nicht mehr ausgefüllt wird mit Geschäftigkeiten. Beim Abstieg dachte ich ans Schwammerlsuchen.

martinMartin in der sehr knackigen Schlüsselstelle der ersten Seillänge (7a+/7b) über schwarzem Fokussionsloch kletternd.









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Freitag, 15. Juni 2007

Peak 7601, ALASKA ...

Ganz nah am Motto dieses Blogs: Dinge, die das Herz schneller schlagen lassen. Weiß, wie steil 50° mit Schiern sind, aber diese 60° mit Snowboard-Speed sind einfach unglaublich! Hat jetzt alles nur mehr mit Loslassen zu tun - das Klettern, das Leben, alles?

Need some tranquilizers to continue with the daily business ....

Sonntag, 10. Juni 2007

Schatz beim Toplitzsee gehoben ...

3 Tage mit Peter im Gösslergrund und in der Gösslerwand daheim und nicht zu Haus. 3 Tage ohne Plan und bis zum letzten Tageslicht geweitet. Mit Abstechern zum Reichenstein und in den Kammerboden. Mit Bohrmaschinen, die wir mit Zähnen tragen und Forellen, die an Slacklines hängen. Mit von Lachen eingekreisten Feuerstellen und Aufstiegsbouldern, die erst schwer sind, wenn man oben ist. Mit Marco, Georg, Holly, Mike und Heidi und den anderen - verzettelt in Zufriedenheit.

Am Ende steht ein 35 Meter-Statement, das wir von unten erstbegingen: Kwa-Kwa-Kawakh, ein Zungenbrecher aus einer andren Zeit.

IMG_1255-kl2

Samstag, 26. Mai 2007

Koa Wossa im See ...

... und trotzdem: am Ende der Angelschnur hängen 2 Freunde wie Fische.
Siehst du Sie? "Gosausee Triathlon", 14 Sl mit Tom und Kelly.

IMG_1134

Montag, 14. Mai 2007

La Rambla ...

Ich lese das Interview mit Andreas Bindhammer und verliere mich wieder mal bei
Chris Sharma (bei der 2. Wiederholung). Er klettert die Schlüsselpassagen der unheimlich langen (100 Züge, 20-25 Minuten Kletterzeit) La Rambla im spanischen Siurana - mit 9a+ neben der Realization in Céusse, die schwerste bestätigte Kletterroute der Welt - in der ihm und nur ihm eigenen Katzenhaftigkeit.

Er schnellt empor, springt Griffe an, als wäre er ein Wildtier und sie seine Beute. Er kippt über die Diagonale, als könnte er sich jedesmal neu erfinden. Er liebt die Rotation, dabei schleudert er die Beine wie Ankerwirbel über den Fels, um sie dort, wo sie den Stein treffen, mit ihm zu verschweißen - augenblickslang - bevor die nächste Beute, der nächste Griff anvisiert wird, die ganze Welt sich zusammenkrümmt im Auge des Falken. Klettern hat mit Loslassen zu tun - kleingläubig tasten wir uns an diese Wahrheit heran.



Ein Stilvergleich gefällig? Ramón Julián Puigblanque, im Jahr 2003 bei der Erstbegehung: http://www.desnivel.com/tus_paginas/videos/ramonrambla.php

Dienstag, 8. Mai 2007

Cochamo ...

Eigentlich wollte ich ja früh aufstehen heut und gleich loslegen mit der Arbeit, aber dann kam alles ganz anders, kam dieses Mail herein von Martin, der - so wie ich - immer mit einem Bein in den Anden lebt. Und dieses Bild von Cochamo, Chiles einsame Antwort auf Yosemite, mehr Traum als Bild, der mich die nächsten Nächte verfolgen wird. Und dieser Traum bewegt sich: Sie winken mir zu. Ich kann es deutlich sehen. Über Meere und Zeiten hinweg. Flüssiges Gestein. Jungs - wartet, ich komme! Könnte alles liegen und stehen lassen - jetzt!

cochamo07-18

Sonntag, 29. April 2007

Des Kessels neue Kleider ...

stadlwand4

Kurz notiert: 16 Seillängen mit Peter hochgelaufen und zu Mittag wieder zurück in Wien, wo ach so Wichtiges wartet.

Das Gustostückerl dieser neuen Bergfahrt - ich gebrauche das Wort ganz bewusst - auf der Stadlwand ist zweifellos eine wunderbar seichte Verschneidung, der man sachte am besten zu Leibe rückt. Also: Stellt die Hanteln in die Ecke, die helfen nicht, und klettert gefälligst - ganz ohne Kraft im 7. Grad. Und jeder Griff wird nach allen Richtungen gezogen und gedrückt bis er passt. Und so formen wir den Stein augenblickslang und liebkosen ihn, den gleichgültigen, in seiner Vergänglichkeit.

Und wie zum endgültigen Beweis meiner ausgewachsenen Midlife Crisis hechelte ich nachmittags noch über den Tennisplatz wie ein Blöder den aggressiven Topspins meines Bruders hinterher. Zeig dich - LEBEN!

Dienstag, 10. April 2007

Out of frame ...

kaumimbild

Ticket to Bleau gelöst ... gemeinsam mit Peter. Wir beißen wieder auf Granit. Wie soll man sein Potenzial ausschöpfen, wenn man schon bei 87% seine (Schmerz?)Grenze erreicht. Gnadenlos. Der Körper, er wehrt sich und stöhnt. Und dass der Kopf überhaupt noch da ist, empfindet man in solchen Momenten als eine Zumutung. Was? Wie hoch wir sind, möchtest du jetzt ausrechnen? Shut the fuck up! Keep moving, rocking! Jedes weitere Prozent muss erobert werden. Und irgendwann winkt am Ende die Belohnung. Irgendwann werde ich die Tür aufstoßen und ganz hineinklettern ins Bild ...

Siniweler - Ohne Tal

Kein Ort zum Verweilen, nirgends. Wohin uns die Reise führt? Geradewegs lotrecht zu allem, was das Herz schneller schlagen lässt.

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