Dienstag, 26. April 2011

Immer nie allein ...

Es geht immer weiter. Mit Foursquare ist noch lange nicht die Spitze der Daten-Verschmutzung erreicht. Aple macht mit iPhone Geolocation auch ohne App (was bedeutet: auch ohne User-Aufforderung).

Aber ist das wirklich ein Skandal? Wollen wir nicht alle begleitet werden? Immer und überall? Ich lese gerade auf Facebook, dass Roman einen Lauf mit Nike + GPS begonnen hat. Und er will, dass wir ihn anfeuern. Können wir tun. Kein Problem. Auch wenn er nächstens auf der Toilette sitzt.

tutschek

Freitag, 22. April 2011

Unvorstellbar: First Round First Minute - VIDEO

Chris Sharma hat wieder zugeschlagen. In Margalef. Das Projekt, das er klettern konnte, beschäftigte ihn über 3! Jahre. Bewertungsvorschlag: keiner. Die Pointe: Er bittet andere um Mithilfe bei der Bewertung. Klar helfen wir. Oder? Spaß beiseite: Wie schwer kann eine Route sein, bei der Chris allein bei der letzten Sequenz 50! Versuche benötigt. Unvorstellbar. Der 10. Franzosengrad? Wurscht! Der einzige, der ihm und uns helfen kann, ist vielleicht der kleine Adam Ondra. Vielleicht hat er ja mal Zeit und vermisst mit seinem Kinderkörper, was für alte Männer ein Meilenstein ist.



Mehr von Chris über diese Begehung findet ihr auf bergsteigen.at und natürlich auf
seinem pranablog

Dienstag, 12. April 2011

Bin für schwarze Augenbalken in Interviews mit Bandion Ortner

Jetzt ist mir richtig schlecht geworden, also körperlich übel - und das ohne Übertreibung. Frage: warum lässt man Bandion-Ortner nicht mit einem schwarzen Augenbalken die Fragen von Armin Wolf beantworten - das wäre irgendwie stimmiger!

Montag, 7. März 2011

Ein Lob der Empörung

Warum sollten wir sie loben, die Empörung? Ganz einfach, weil jemand, der sich empört, nicht gleichzeitig sitzen bleiben kann, er muss aufstehen und seine Meinung kundtun, sich exponieren, während die anderen immer bloß mit Verlust rechnen und deshalb ein Angst dominiertes Leben führen ...

Stéphan Hessel, ein 93jähriger Franzose, ist aufgestanden, indem er sich hinsetzte, einen Flugzettel beschrieb und in den Bücherhimmel warf. Seitdem kreist der dort oben und Millionen von Menschen in Europa greifen danach und schicken ihn weiter. Warum? Weil trotz alledem und unerhörter Weise immer noch eine Welt vorstellbar ist, für die es sich zu kämpfen lohnt.

rm

Zum VIDEO: über Bildklick oder diesen Link!

Montag, 28. Februar 2011

Panoramatisches Gipfelglück

15 Meter können ein Welt bedeuten. In diesem Fall machten sie den Unterschied zwischen Wolkensuppe und Horizontentrance - mit Ankogel, Weißeck, Glockner, und Hochfeind (vlnr, alternierend zwischen Hintergrund und Vordergrund). Den Kamerarücken stärken selbstlos Hochkönig, Tennengebirge, Gosaukamm, Dachstein, Totes Gebirge und und Hochgolling.

Wer den Standpunkt errät, hat sich ein Flascherl Wein verdient!

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zum Vergrößern Bild anklicken

Mittwoch, 23. Februar 2011

Wittgenstein, McLuhan und Thurnher

Irgendwann in den Jahren zwischen 1936 und 1946 notierte Ludwig Wittgenstein den folgenschweren Satz: „Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache“, der 1953 Dreh- und Angelpunkt seiner postum erschienenen „Philosophischen Untersuchungen“ werden sollte.

1964 – also ca. 25 Jahre später - kam Marshall McLuhan in seinem Buch „Understanding Media“ zu der Erkenntnis, dass „das Medium die Botschaft“ ist. Und jeder, der heute schon einmal den Fernseher eingeschalten hat, glaubt sich medienbeschlagen genug, um mit dem Brustton der Überzeugung „The medium is the message!“ zu rufen, nur um immer und immer wieder das bewusstlose Echo einer nie stattgefundenen Lektüre zu vernehmen, das zwischen den Wänden seines vermeintlichen Denkens hallt.

wittgensteinWas McLuhan von dieser inhaltlich motivierten Medienkritik hält, sagt er uns unmissverständlich: „Our conventional response to all media, namely that it is how they are used that counts, is the numb stance of the technological idiot. The content of a medium is just the juicy piece of meat carried by the burglar to distract the watchdog of the mind.”

Es sollten mehr als 45 Jahre vergehen, ehe der Medienkritiker und Journalist Armin Thurnher durch seine langjährige Beobachtung der Meerschweinchen in seinem Falter-Editorial über die politische Sprengkraft von Social Media schreibend zur Einsicht gelangt, „dass kein Medium verherrlicht, noch unterschätzt werden sollte, weil es allein auf seinen Gebrauch ankommt.“

„Eben nicht, Herr Thurnher
“, wollen wir ihm zurufen. Nur weil in Nordafrika die Revolution ausgerufen wird und Sie von den „Brodnigs“ in Ihrem Haus immer mehr in die Enge getrieben werden, geben Sie klein bei? Und glauben urplötzlich die Auswirkungen der neuen Social-Media-Technologien auf inhaltlicher Ebene festmachen zu können? Medienkritik wird das niemals sein, nur Meinungsjournalismus – und von dem haben wir doch schon genug, oder? Die Schrift ist ein Medium, ebenso wie der Film. Die Sprache ist keines. Und das Foto-Handy ebenso wenig. Es gibt Werkzeuge, Funktionen und es gibt Medien. Diese Differenzierung sollten wir uns leisten, wenn wir weiter über Social Media nachdenken.

Dass Ihnen Wittgenstein näher steht als McLuhan, sei Ihnen unbenommen. Es versteht sich aus Sätzen wie folgendem eigentlich ganz von selbst: „Wenn man meint, so meint man selber; so bewegt man sich selber. Man stürmt vor und kann dabei das Vorstürmen nicht auch noch beobachten. Ja, meinen ist, wie wenn man auf jemanden zugeht.“ (L. Wittgenstein)

Donnerstag, 10. Februar 2011

Mein Vorbild KHG

Wer Gewinne macht, zahlt Steuern. Außer er besitzt eine Stiftung, die eine Tochtergesellschaft in einem Steuerparadies, sagen wir auf einer britischen Jungferninsel, anweist, im Auftrag der Fima eine millionenschwere Beratungsleistung durchzuführen und damit den gesamten Gewinn aus Österreich abzuziehen. So etwas nennt man Steuerhinterziehung. Ganz einfach. Punkt.

Wenn die an dieser Steuerhinterziehung beteiligten Firmen, wie im Fall KHG, so wunderschöne (von seiner Frau erfundenen?) Namen haben wie "Silverwater Invest" oder "Waterland-Stiftung" ändert das nichts am Tatbestand. Und wenn dann sogar nachgewiesen werden kann, dass aus dem Steuerparadies letztendlich das Geld wieder zurückfließt nach Österreich in eine andere Firma, die ebenfalls dieser Person gehört, dann fragt man sich, warum man sich noch immer Diskussionen im Fernsehen anhören muss, in denen der Beschuldigte Leserbriefe zitierend von seiner Schönheit, seiner Intelligenz und seinem Glück spricht. Da ist sie: die Operettenrepublik. So etwas geht nur in Österreich durch. Dass er nach dieser öffentlichen Volksverarschung überhaupt noch in sein Auto kommt und heimfahren darf. Die Steuermoral einer ganzen Nation liegt am Boden. Ich jedenfalls hab schon lange keine Lust mehr.

Aber lesen Sie selbst. Ein Auszug aus dem heutigen Standard:

Auch auf die Frage, warum laut Aussage seines Steuerberaters Millionenhonorare für die Investorensuche für Meinl International Power (MIP) über eine karibische Tochterfirma seiner Liechtenstein-Stiftung an seine österreichische Firma Valuecreation flossen, ging der Ex-Finanzminister nicht inhaltlich ein, da er keine "steuertechnische Diskussion" führen wolle.

Grasser hatte über sein kompliziertes Firmen- und Stiftungsgeflecht Millionen fließen lassen, berichtet das Nachrichtenmagazin "News", das in seiner neuen Ausgabe aus der Einvernahme von Grassers Steuerberater Peter Haunold vor dem Bundeskriminalamt am 9. November 2010 zitiert. Grassers österreichische Firma "Valuecreation" habe laut Haunold von der Silverwater in den Jahren 2008/09 vier Millionen Euro Beratungshonorar erhalten.

Die "Silverwater Invest and Trade Inc." mit Sitz auf der Karibikinsel Tortola (Britische Jungferninseln) ist eine Tochtergesellschaft von Grassers "Waterland-Stiftung" in Liechtenstein. Auf die Frage nach dem Grund der Millionenüberweisung sagte der Steuerberater laut "News", dass Grasser in deren Auftrag für den Börsegang der Meinl International Power (MIP) Investoren geworben habe. Warum Grasser von der - letztlich eigenen - Firma den Auftrag bekam, Investoren für die MIP zu werben, und sich dies am Umweg über die Karibik fürstlich von der eigenen Silverwater-Firma entlohnen ließ, bleibt unklar.


Christoph & Lollo
singen nun schon seit mehr als 2 Jahren diesen Song auf youtube. Wann werden Sie endlich erhört?

Dienstag, 8. Februar 2011

Miniaturen einer Reise - 1

Weiß nicht mal, wo und wann die Reise anfing. Und auch nicht wie das Reisen geht. Nur dass es Mut braucht, mit Haut und Haaren aufzubrechen, wenn man den Urlaub scheut, den man verdient. Wir waren weg. Wir haben uns verloren. Und niemand nahm Notiz. Wir riefen in die Berge, die kein Echo kannten, nur den Wind. Und gingen los. Von Morgen keine Spur. Nur Haut und Haare und eine Frage, wie eine Feder auf der Stirn.

Wie geht das Reisen und die Kunst des Unterwegs?

brille

Dienstag, 16. November 2010

Frühjahr in Bucalemu

Kurz bevor wir in Richtung Südamerika aufbrechen, ereilen uns die letzten, sehr guten Nachrichten von Francisco und seinem am 2. März dieses Jahres vom Tsunami verwüsteten Dorf Bucalemu in Chile.

Obwohl sich immer noch beinahe jeden Tag die Erde bewegt, konnte wieder ein Projekt mit unseren Spenden erfolgreich abgewickelt werden. Auch, weil nach monatelangem Zuwarten endlich die Holzpreise nachgaben und mit dem Bau der neuen Fischerhütte am Meer begonnen werden konnte.

Wir freuen uns sehr und finden dass die Flaggen von Österreich und Chile, wie sie hier nebeneinander im Wind flattern, ein wunderbares Bild der Hoffnung zeichnen. Danke nochmals an alle, die sich mit Ihren Spenden und Energien an diesem Projekt beteiligt haben.

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Wer nochmals nachlesen will, wie das Erdbeben kam, wir nach Francisco und seiner Familie suchten, die ersten Spenden eintrafen, das Geld übergeben wurde und schließlich die ersten Hilfsmaßnahmen starteten: hier nochmals die Links zu den Beiträgen, beginnend am 2. März dieses Jahres.

http://siniweler.twoday.net/stories/6215720/
http://siniweler.twoday.net/stories/6217888/
http://siniweler.twoday.net/stories/6228994/
http://siniweler.twoday.net/stories/6238051/
http://siniweler.twoday.net/stories/6260159/
http://siniweler.twoday.net/stories/6376010/

Montag, 25. Oktober 2010

Almblitz-Vorstoß in den Winter

Es sind schon ein paar Stunden vergangen seit wir am Parkplatz am Fedaja-Stausee den Kocher anwarfen, um noch etwas Teewasser aufzukochen ....

the whole story and a picture you will find on the ALMBLITZ-Blog ...
http://almblitz.twoday.net/stories/8402036/

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Stonemade Video: Fontainebleausards

Der Virus sitzt tief. Das merke ich jeden Abend, wenn ich zurückgehe in den Wald. Wenn ich nachts wachliege, weil die Finger mein "User Interface of Choice" abtasten. Risse, Kuppen, Dellen, Leisten, Knöpfe, Kanten, Runzeln, Zapfen, Schuppen, Löcher, Trichter, Schlitze, Runsen - alles aus Stein. Alles in meinem geliebten Wald von Fontainebleau. Wo meine Spielsachen liegen und auch mich warten.

Probleme suchen, Probleme (er)finden, Probleme lösen oder anderen überlassen. Jeden Tag. Das nenne ich Arbeit. Mit einem fast leeren Rucksack in den Wald hinein und abends vollbepackt mit Momentaufnahmen wieder heraus. Hans im Glück, der sein Geld eintauscht gegen den Augenblick. So einfach, so töricht und so perfekt kann das Leben sein.



I can't look at the rocket launch
The trophy wives of the astronauts
And i won't listen to their words
'cause i like
Birds

I don't care for walking downtown
Crazy auto-car gonna mow me down
Look at all the people like cows in a herd
Well, i like
Birds

If you're small and on a search
I've got a feeder for you to perch on

I can't stand in line at the store
The mean little people are such a bore
But it's alright if you act like a turd
'cause i like
Birds

If you're small and on a search
I've got a feeder for you to perch on

Dienstag, 12. Oktober 2010

Im Zauberwald von Fontainebleau

Die Frage aller Fragen - gefunden im Zauberwald von Fontainebleau: Bin ich das, was ich halten oder doch eher das, was ich loslassen kann.

IMG_1007

zum Vergrößern: Bild anklicken

Freitag, 8. Oktober 2010

Duroxmanie direct 7a (7a+)

Fürs nächste mal - sieht so easy aus ...

Montag, 13. September 2010

"Sehr geehrter Herr Bundespräsident..."

Dieser Brief von Hilal Sezgin, Fatih Akin, Feridun Zaimoglu und anderen wurde heute in der taz und im Blog von Robert Misik veröffentlicht.

Er könnte beinahe in Österreich geschrieben worden sein- wären da nicht die wunderbaren Worte des Bundespräsidenten, die in diesem Brief zitiert werden. Solch große und mutigen Worte brächte unser Heinz Fischer, der wohl als großer Schweiger in die Geschichte eingehen wird (seit Jahren kein präzises Wort zu Verfekterung unserer Innenpolitik), wohl kaum über die Lippen.



Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

als Sie vor zwei Monaten Ihr Amt antraten, konnten Sie dies gewiss nicht ahnen: Dass ein (ehemaliger) Bundesbankvorsitzender eine Debatte in Gang setzen würde, in der sich allgemeine Bedenken gegen eine verfehlte Integrationspolitik mit biologistischen Annahmen über mindere Intelligenz vermengen. Dass in sämtlichen Nachrichtenmagazinen, Zeitungen und Sendern pauschalisierend über etwaige intellektuelle, charakterliche, soziale und professionelle Defizite des muslimischen Bevölkerungsanteils diskutiert werden würde. Dass von Musliminnen und Muslimen - egal ob sie deutsche Staatsbürger sind oder auch hier geboren wurden - generalisierend als "Migranten" gesprochen würde und wir sogar im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die offizielle Rückkehr des Wortes "Ausländer" erleben.

Erinnern wir uns zwei Monate zurück: In Ihrer Antrittsrede sagten Sie: "Unsere Vielfalt ist zwar manchmal auch anstrengend, aber sie ist immer Quelle der Kraft und der Ideen und eine Möglichkeit, die Welt aus unterschiedlichen Augen und Blickwinkeln kennen zu lernen. Wir sollten neugierig sein und ins Gespräch kommen." Sie erzählten die berührende Geschichte der niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan und ihres Vaters, die ein Beispiel für "so viele Erfolgsgeschichten" sei. Sie sprachen die wunderbaren Sätze: "Wann wird es bei uns endlich selbstverständlich sein, dass unabhängig von Herkunft und Wohlstand alle gleich gute Bildungschancen bekommen? (...) Wann wird es selbstverständlich sein, dass jemand mit den gleichen Noten die gleichen Aussichten bei einer Bewerbung hat, egal ob er Yilmaz heißt oder Krause? Meine Antwort auf solche Fragen lautet: Wenn wir weniger danach fragen, wo einer herkommt, als wo er hin will. Wenn wir nicht mehr danach fragen, was uns trennt, sondern was uns verbindet. Wenn wir nicht mehr danach suchen, was wir einander voraushaben, sondern was wir voneinander lernen können. Dann wird Neues, Gutes entstehen."

Diese Worte wurden von zahllosen Musliminnen und Muslimen und von Menschen mit Migrationshintergrund mit großer Freude aufgenommen, über religiöse und Parteigrenzen hinweg. Doch was wir momentan beobachten, ist leider das Gegenteil eines solchen Prozesses, in dem Menschen aufeinander zugehen, damit Gutes entsteht. Wir erleben, wie sich Teile der Bevölkerung von anderen absetzen. Wie Minderheiten ausgedeutet und öffentlich als "Andere" markiert werden. Die Tonlage ist oft genug nicht neugierig und gesprächsbereit, sondern aggressiv und diffamierend. Für Musliminnen und Muslime ist derzeit nicht einmal der Gang zum Zeitungshändler leicht, weil sie nie wissen, welche Schlagzeile, welches stereotype Bild sie dort erwartet. Auch in der Schule, bei der Arbeit und am Ausbildungsplatz kann es sein, dass einem Feindseligkeit entgegenschlägt.

Selbstverständlich sind das nicht die einzigen Erfahrungen dieser Tage. Es gibt auch viele freundliche Worte, viel Solidarität. Zahllose Deutsche ohne muslimischen oder Migrationshintergrund sind genauso fassungslos über die Entwicklung der letzten Wochen, fühlen sich gleichsam fremd im eigenen Land. So wie wir. Denn wie gesagt, auch wir deutschen Muslime gehören zu Deutschland, mit demselben Recht wie alle anderen religiösen, ethnischen oder sonstigen Bevölkerungsgruppen. Wir werden dieses Land nicht aufgeben. Dieses Land ist unsere Heimat, und Sie sind unser Präsident. Weil wir als Mitglieder des Staatsvolks in großer Sorge um die Zukunft dieses Landes sind, das Sie repräsentieren, wenden wir uns an Sie, der Sie so überzeugend sagten: "Es gibt unterschiedliche Interessen, es gibt Vorurteile gegeneinander, Bequemlichkeiten und Anspruchsdenken. Ich will helfen, über all das hinweg Brücken zu bauen. Wir müssen unvoreingenommen aufeinander zugehen können, einander aufmerksam zuhören, miteinander sprechen." Wir bitten Sie, gerade in der derzeitigen angespannten Stimmung für diese Leitsätze einer offenen, von gegenseitigem Respekt geprägten demokratischen Kultur einzustehen und öffentlich für sie zu werben.

Fatih Akin, Filmregisseur

Hatice Akyün, Autorin

Prof. Dr. Katajun Amirpur
, Islamwissenschaftlerin

Gabriele Boos-Niazy
für das Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland e. V.

Christian Abdul Hadi Hoffmann, stellv. Vors. der Muslimischen Akademie Deutschland

Lamya Kaddor
für den Liberal-Islamischen Bund e. V.

Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu
Erziehungswissenschaftlerin und Turkologin Ali Kizilkaya für den Islamrat e. V.

Halima Krausen
für die Initiative für Islamische Studien e. V.

Aiman Mazyek
für den Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V.

Hamideh Mohagheghi
, Theologin

Shermin Langhoff
, Intendantin

Aylin Selcuk
für die Deukische Generation e. V.

Hilal Sezgin
, Schriftstellerin und Journalistin

Feridun Zaimoglu
, Schriftsteller

Siniweler - Ohne Tal

Kein Ort zum Verweilen, nirgends. Wohin uns die Reise führt? Geradewegs lotrecht zu allem, was das Herz schneller schlagen lässt.

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