Winter

Dienstag, 14. April 2009

Im Frühling im Winter ...

Hoch oben im Schnee
ein weißer Hase.
Bin ohne Vordergrund wie er.

Schitouren-Haiku zu Ostern 2009, am Großvenediger

P100277-ausschnitt

vlnr. Hohes Aderl, Großvenediger, Rainerhorn und ganz rechts hinten die Schwarze Wand;
zum Genießen im Cinemascope-Format auf Foto klicken

Freitag, 3. April 2009

Schneeschuhwandern ohne Schneeschuh ...

Immer wieder ein Erlebnis: Heut früh morgens in der Breiten Riess am Schneeberg. Auch, wenn man die Schischuh daheim vergessen hat und alles nur stapfend erledigt - solange der Kopf rausschaut und man genießen kann.

P1000205
Auf Bild klicken, um es zu vergrößern.

Abfahrt in Wien um 4:15. Aufbruch im Schneebergdörfl um 5:30 bei 0°. Oben dann Föhnwind und eher wärmer. Leider alles etwas stumpf und nicht richtig firnbildend. Warten weiter auf ordentlichen Nachtfrost.

Mittwoch, 4. März 2009

Hoch hinaus ..

Aus dem Nebel gefaltet. Hagengebirge und Steinernes Meer. Bestaunt vom Hohen Göll. Im Jänner. Bevor der große Schnee kam. Ein Stück angewandter Erdkunde. Und ein offener Mund.

IMG_3730

Montag, 12. Januar 2009

Hochschwab - Gschöderer Kar

10/01/09: Start in Weichselboden bei -15°. So kämpften wir uns 5 Stunden durch das schattige Gschöderer Kar nach oben. Die Harscheisen ausgefahren und auf der Hut.

sonne

Derweil die Sonne mit den Gemsen um die Wette lief und sich keinen Deut um uns scherte.

gschoederer1

Als wir dann oben standen, blendete uns das Sonnenlicht und bog der Wind uns Schattengestalten zurecht, sodass wir das Weite suchten.

Schöner Tag. Harter Tag.
Die schematisch, lapidare Bewertung dieser Bergfahrt: 6+5+8+8+10+6+5+0+5+0+0=53 pt

Mittwoch, 7. Januar 2009

Gamsfeld - Osterhorngruppe ...

Am 28.12. stiegen wir aufs Gamsfeld. Etwas abseits der Trampelspuren, südseitig, mit Gosaukamm und Dachstein als ständigem Gegenüber. Auch hinunter fanden wir in SW- und W-Ausrichtung unverspurte Pulverhänge. Als alles beinah zu Ende war, fing alles an: auf der Rinnbergalm gabs Hirschschinken, Speck und Kas zum Selberschneiden. Zeitloch zum Seeleschaukeln. Auch Bergführer Steff strahlte mit uns um die Wette.

Bewertung nach gerade erst eingeführtem Schema:
7+10+10+7+4+0+5+5+5+5+5 (Extrapunkte für Jause auf der Rinnbergalm!) = 63 pt

gamsfeld













Das Bild zeigt unsere Gruppe am Gamsfeld-Nebengipfel. Im Hintergrund posiert das Tennengebirge.



Dieses und andere Fotos in groß und mit Geodaten gibt´s wie letztes Jahr unter:
http://www.maptales.com/view/28149

Dienstag, 6. Januar 2009

Schitouren-Bewertung ...

Wir tourten ins neue Jahr auf Schiern. Und weil manchmal selbst das Unvergleichliche nach Vergleichen sucht, entwarfen wir vor ein paar Tagen kurzerhand ein Bewertungsschema, das nicht nur Spaß macht, sondern auch beim Erinnern hilft.

GRUNDKATEGORIEN: maximal 60 Punkte zu vergeben

1) Schneebeschaffenheit, 1-10 Punkte
2) Teilnehmer / Zusammensetzung / Stimmung, 1-10 Punkte
3) Wetter, 1-10 Punkte (bewusst subjektiv: auch Schneefall kann 10 Punkte bekommen)
4) Landschaft / Szenerie, 1-10 Punkte
5) Einsamkeitsfaktor, 1-10 Punkte (je einsamer, desto besser)
6) Eigenverantwortlichkeit / Lernfaktor, 1-10 Punkte

ZUSATZPUNKTE: maximal 25 Punkte zu vergeben

5 Punkte für die Jause (wenn alles passt)
5 Punkte für die Erreichung des Gipfels
5 Punkte für die Ausrüstung (wenn alles passt / dabei ist)
5 Punkte für An- und Abreise (wenn ok und nicht zu lang)
5 Extra-Punkte für etwas ganz Spezielles (ein Added Value, der besonders sorgsam vergeben werden soll!)

TOURENBEWERTUNG:
80-85 Punkte -- Jahrhunderttour
70-79 Punkte -- super, geniale Tour
60-69 Punkte -- sehr schöne Tour
50-59 Punkte -- schöne Tour
40-49 Punkte -- ok!
-----------------------
unter 40 Punkte: definitiv ungenügend; wird so nicht wiederholt

... aktuelle Beispiele folgen ...
für Anregungen/Vorschläge zur Optimierung bin ich natürlich dankbar!

Sonntag, 4. Mai 2008

Für heuer die letzte ...

Einmal noch hinauf in den Schnee. Diesmal von der Oberhofalm (Filzmoos) auf die Sulzenschneid und auf perfekten Firnhängen um 8 Uhr ostwärts hinunter. Gegenanstieg am Windlegergrat und den Torstein-Südwänden vorbei übers Rauchkar zum Tor. Wieder hinunter bevor die Schneedecke bricht und nochmals hinauf auf den Sulzenhals in bereits grundlosem Schnee. Das ganze nur 2 Stunden später. Schnell heraus - sage ich mir - bevor die Grundlawinen abgehen und hinein in die Klettersaison.

torstein
In Bildmitte (im Schatten) die Windlegerscharte, die ich diesmal auslasse. Rechts daneben der Torstein mit dem sturmgepeitschten Windlegergrat, noch weiter rechts das Tor mit dem Rauchkar.

sulzenschneid
Die Abfahrtslinie von der Sulzenschneid. Links daneben ist der ganze Hang bereits abgegangen.

raucheck
Blick vom Tor hinüber auf das Raucheck.

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Blick vom Tor hinüber in die Wände von Mitterspitz und Dachstein.

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Blick nach Westen zur Bischofsmütze. Rechts von der Bischofsmütze (Bildmitte) die Stuhlscharte. Noch weiter rechts der Steiglpass. Ganz rechts im Nebel die Großwand mit dem Däumling.

Sonntag, 9. März 2008

Schönberg ...

Schitour mit Franz und Karin in tückischer Dreierkonstellation: Wenn aus dem Grießkogel der Schönberg (Wildenkogel) wird, kann es schon mal passieren, dass man im Toten Winkel landet und dann im Frühjahrssumpf am Häuslboden beinah versinkt. Woast as eh! ... wunderschöne Tour unter alten Freunden auf den einsamen Wächter im äußersten Westen des Toten Gebirgs.

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Dieses und andere Fotos in groß und mit Geodaten gibt´s wie immer unter:
http://www.maptales.com/view/14570

Sonntag, 24. Februar 2008

Hohe Veitsch ...

Wien um 4 Uhr früh: 7 Grad - und das am 24. Februar. Treffpunkt um 5 Uhr bei der Raststätte Guntramsdorf: immer noch 5 Grad. Wird schon werden. Nach dem Semmeringtunnel: 1 Grad und irgendwo bei Mürzzuschlag 0. Wir jubeln - und weil´s so zeitig ist ganz innerlich. Auf der Brunnalm um 6: 20 Uhr hat es dann doch minus 3 Grad und es ist so hart, dass wir sogar die Steigeisen mitnehmen. Unser Ziel: Breitriegel Ostflanke - von unten und dann von oben um 9:20. 10 Minuten später - um 9:30 - fahren wir mit schweren Gepäck in den unteren Teil eines Riesentorlaufs ein und werden prompt disqualifiziert. 9:31 sind wir wieder beim Auto zurück. Ohne Medaille. Zurück in der Parallelwelt der Pistenmenschen. Beam me back, Robocatti.

andi
















Andi´s happy hair style.


Und hier pünktlich zur Oscarnacht eine kleine Premiere: ein C-Youtube-Video der letzten Aufstiegsmeter mit Robocats Kommentar.



Was natürlich nicht fehlen darf: der Directors-Cut aller lokalisierten Standbilder zum Film -
http://www.maptales.com/view/13239

Donnerstag, 21. Februar 2008

Animals in translation ...

Was interessieren mich all die Nachrichten, die ich mir täglich reinziehe um aufzuwachen? Was machen sie mit mir? Außer mich in meiner Abstraktion zu festzuzurren. Es ist morgen. Ich blicke in die Gesichter, die mir gegenüber in der Straßenbahn vor sich hin dämmern und erfinde mich aus dem Nebel heraus neu. Ich drücke eine pelzige 5 Milimeter Säule aus meiner Eight-Hour-Creme, die seit meiner Kindheit imstande ist, den Winter auszurufen. Das ist keine Werbung. Das hier ist Outing in seiner peinlichsten Form. Doch die Sehnsucht, die hier nur einer Name für frühkindliche Konditionierung ist, hat keinen Blick dafür.

Wenn Andreas Maier im jüngsten VOLLTEXT von Kamelhaarstrickwesten schwärmen darf, dann kann ich auch von meinem Verhältnis zu dieser Creme erzählen, die je nach Außentemperatur zwar sprunghaft seine Konsistenz ändert, aber immer so riecht wie sie riecht. Und mich deshalb entführen kann, in eine Welt, die über dem Nebel thront. In eine Ästhetik - fern vom Online-Sein. Offline im Schnee. Offline der Sonne zusehen, wie sie die Welt umarmt. Eine autistische Spur ziehen durch das Weiß. Am Nullpunkt der Information. Alle Regeln und Konzepte abstreifen. Eintauchen in diesen "ungefilterten Strom von Sinnesempfindungen, der auch noch so unwichtige Kleinigkeiten berücksichtigt." - wie die US-Forscherin Temple Grandin in ihrem Buch "Animals in translation" schreibt.

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Und hier der Bilderstrom von meinem Bruder, der für diese peristaltischen Assoziationen verantwortlich zeichnet, zeichnen muss. Wissen Sie, was ich meine?

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Siniweler - Ohne Tal

Kein Ort zum Verweilen, nirgends. Wohin uns die Reise führt? Geradewegs lotrecht zu allem, was das Herz schneller schlagen lässt.

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