Offener Brief: Die Geschäftspraktiken von THALIA

Dies ist ein offener Brief von Regina Ennsthaler - Inhaberin einer kleinen Buchhadlung und eines Verlags in Steyr/Oberösterreich. Ich muss gestehen, ich kannte bislang weder Buchhandlung noch Verlag. Doch dieser Brief schreit nach einer Verbreitung - vielleicht können wir als Social Media Proponenten unseren Teil dazu beitragen, dass dieses Unrecht so nicht praktikabel ist. Helft. Werdet Aktiv. Danke!

UND HIER DER BRIEF von FRAU ENNSTHALER:


Liebe Freunde

Täglich bekomme ich und Ihr Emails mit der Bitte Stellung zu beziehen, es geht um Walfangquoten, Delfine zu schützen, BP aufzufordern die Kosten für ihr Chaos zu übernehmen usw. Natürlich beziehen wir Stellung, schicken Mails weiter unterschreiben und wünschen uns, das wir etwas bewirken und das tun wir auch.

Und manchmal passiert etwas, da trifft es uns persönlich, da kommt das Leben mit voller Wucht daher, da können wir uns nicht entziehen. Und dann bist du plötzlich wie vor den Kopf geschlagen, hilflos von Angst geschüttelt und fragst dich, was tun gegen eine scheinbare Übermacht, mit der Du plötzlich konfrontiert bist, die Dich bedroht und so viel größer ist, so viel mehr Geld hat als Du. Und dann musst Du Stellung beziehen, über die Angst gehen, es fordert Dich persönlich heraus, Deine Haltung wird überprüft, ob Du Dich persönlich beugst oder Haltung zeigst, Wiederstand leistest.

Nun zu unserer jetzigen Situation:

Wir sind seit 65 Jahren ein Familienbetrieb, haben 20 Angestellte, wir haben eine Buchhandlung, eine Auslieferung ( wir liefern deutsche Verlage, wie Arun, Jan van Helsing, Nietsch und viele andere Verlage in Österreich aus) und haben auch einen Verlag mit dem Motto" Bücher für ein bewusstes Leben" Wir sind ein ganz normaler mittelständischer Betrieb in Oberösterreich wie so viele andere auch. Mittlerweile arbeitet die dritte Generation unserer Familie in unserer Firma. Als Familie sind mein Mann und ich seid 38 Jahren ein glückliches Team, wir haben 6 Kinder, darunter ein liebenswerte besondere Tochter mit Downsyndrom, Schwiegerkinder, sechs Enkelkinder, also eine geballte Kraft an Leben und Lebendigkeit mit allem Chaos, das so eine große Familie mit sich bringt. Wir haben es im Griff und halten zusammen.

Leider hat Thalia jetzt sein begehrliches Auge auf uns geworfen. Sie hätten einfach mehr Umsatz, wenn es unsere Buchhandlung nicht gäbe, wenn sie unseren Standort hätten. Sie haben uns vor einem halben Jahr ein Kaufangebot gemacht, wir haben kurz überlegt und dann abgelehnt. Ein ganz normaler Vorgang, das war es, dachten wir. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir eine branchenübliche Geschäftsbeziehung mit Thalia, sie haben unsere Bücher aus Verlag und Auslieferung bestellt, wir hatten eine gute Geschäftsbeziehung. Bei Thalia gab es einen Geschäftsführerwechsel, einer der beiden Geschäftsführer verlies die Firma und es kam ein neuer Geschäftsführer aus Deutschland. In Deutschland ist Thalia marktführend und hat laut Wikepedia alle großen Verlage ziemlich im Griff. Nun weht ein anderer Wind, wäre doch gelacht, diesen kleinen Ennsthaler in Steyr nicht in den Griff zu bekommen. Der deutsche Geschäftsführer kam in unser Haus zu einem Vorstellungsbesuch, wie er sagt. Leider war dieser Besuch kein höflicher, wie wir dachten. Entweder wir verkaufen oder sie bestellen nichts mehr bei uns. Mein Mann hat ihn höflich aber bestimmt hinausgeworfen. Naiv wie wir waren hat mein Mann noch den österreichischen Geschäftsführer informiert über das Verhalten seines Kollegen. Der hat uns erklärt, dies sei die übliche Vorgehensweise von Thalia und es zählen nur Fakten, Emotionen hätten da keine Platz.

Das Verhalten von Thalia ist erstmalig im österreichischem Buchhandel, es weht also ein neuer Wind. Verkaufst Du nicht, zerstören wir Dich. Ich will haben, ist das Motto. Wir sind jetzt als Verlag und Auslieferung in den Computern von Thalia gesperrt. Als Kunde könnt Ihr keine Bücher mehr von uns bei Thalia kaufen. Offizielle Begründung, Ennsthaler hat die Geschäftsbeziehung mit Thalia eingestellt., so wurde es auch angeblich den Angestellten von Thalia mitgeteilt. Wir haben eine Gegendarstellung gemacht, haben klargelegt, wir verkaufen unsere Buchhandlung nicht, das ist eingestellt, dies hat nichts mit unserer Auslieferung oder dem Verlag zu tun. Die Antwort ist, solange dieser "strittige" Punkt nicht geklärt ist, wird nicht bestellt. Wir sind kein strittiger Punkt in der Welt von Thalia, wir sind eine Familie, die ihre Buchhandlung einfach behalten will. Punkt.

Sie haben jetzt die Vorgehensweise verschärft, indem sie Keile zwischen uns und unseren Autoren treiben. Sie erklären unseren Autoren, wen sie ihre Werke direkt an sie liefern, dann verkaufen sie die Bücher. Sie rufen die Verlage an und versuchen direkt zu bestellen, mit der Begründung, sie nehmen keine Bücher mehr von Ennsthaler an. Sie haben den Bücherpaketdienst angerufen und angewiesen, keine Bücher mehr zuzustellen, die von uns kommen. Sie zwingen also die Verlage, vertragsbrüchig zu werden und direkt zu liefern oder die Auslieferung zu wechseln. So sitzen wir ganz schön in der Zwickmühle.

Nun ich bin eine Frau, bin Ehefrau, Mutter, Großmutter, Schamanin, liege in den letzten Monaten meiner Ausbildung zum systemischen Lebensberater, hab meine Kinder zu aufrichtigen Menschen erzogen und habe den Glauben an das Gute in der Welt noch nicht verloren. Es ist mir wichtig, welche Welt ich meinen Kindern und Enkelkindern überlasse. Die Spiele der großen Herren dieser Welt habe ich nie verstanden. Ich will in dieser Welt einen kleinen positiven Fußabdruck hinterlassen, nach meinen Möglichkeiten.

Ich habe mich am Wochenende gefragt, was ist meine Rolle in diesem Spiel des Lebens. Diejenigen von Euch, die mich besser kennen, wissen, ich neige nicht dazu, laut in die Öffentlichkeit zu gehen, für meine Belange schon gar nicht. ich löse meine Geschichten lieber alleine und im stillen Kämmerlein. Es fällt mir schwer zu sagen, jetzt brauche ich Hilfe, jetzt reicht es.

Jetzt ist offensichtlich die Zeit, wo mich das Leben auffordert, hinauszutreten aus der stillen Kammer, weil es jetzt nicht mehr alleine geht. Ich habe Emotionen, auch wen das von Thalia nicht erwünscht ist. Wir haben uns aus ganzem Herzen bemüht, die Situation nicht eskalieren zu lassen, Wege offen zu lassen, damit sich die Lage beruhigen kann. Die letzten Monate habe ich mich immer gefragt, wem diene ich, der Angst oder der Liebe. Ich habe mich für die Liebe entschieden. Ich habe auch keine Angst, wir werden überleben als Menschen und als Seele.

Manchmal ist es aber an der Zeit Grenzen zu setzen, Grenzen die so stark sind, das sie spürbar sind für den, der sie verletzt. Die Wahrheit zu sagen, nicht mehr leise zu ertragen, weil die Methoden der Konzerne subtil und zerstörerisch für uns alle sind. Sie passieren in unserer Stadt, in unserem Umfeld und wir bekommen sie oft nicht mit, weil wir uns schämen, das es uns passiert, weil wir keine Hoffnung haben, das uns geholfen wird.

Mit manchem von Euch habe ich gesprochen, Ihr habt mir gesagt, gehe an die Öffentlichkeit. Nun dies ist der erste Schritt dazu. Als Frau sagen ich jetzt, ich stehe diesen Spielen von Zerstörung und Vernichtung eines menschlichen und wertschätzenden Umgangs miteinander, nicht mehr zur Verfügung. Es kann nicht sein, das das einzige Ziel die Gewinnmaximierung eines Konzerns ist.

Jetzt ist es an der Zeit für mich laut zu werden, ein positives Signal zu setzten, so geht es nicht, das muss anders werden.

Ich bitte Euch um Eure Unterstützung für uns und unsere Mitarbeiter( unsere Mitarbeiter und ihre Familien sind uns einfach wichtig, wir wissen auch, wen wir verkaufen, sind sie arbeitslos, Thalia übernimmt sie sicher nicht) Eure positiven Ideen, was immer jetzt auch helfen mag. Schickt das Email weiter, haltet meine HandSmiley Emoticon, gebt Eure Kundenkarte bei Thalia zurück, sprecht sie drauf an ( übrigens, die normalen Angestellten von Thalia, sind nicht glücklich über diese Vorgehensweise und können nichts dafür, wie ihre Chefetage vorgeht , wie wir aus einigen Telefonaten mit Filialen wissen ), bestellt Eure Bücher bei uns oder dem örtlichen Buchhändler ( der kann es auch brauchen, schmöckern könnt Ihr ja bei Amazon und dann unterstützt den kleinen Buchhändler, indem ihr bei ihm kauft. Der Preis ist ja der selbe, weil es ja einen gebunden Ladenpreis gibt).

Ich habe keine Ahnung, was momentan hilft, aber ich bin überzeugt, das es eine Lösung gibt, die gut für uns alle.

Ich wünsche Euch viel Bewusstsein, einen aufrechten Gang und danke Euch für Eure Geduld, das Ihr diese lange Email gelesen habt.

Alles Liebe
Regina Ennsthaler
Huemer (Gast) - 25. Jun, 13:12

Ennsthaler Verlag

ich bin sehr berührt von den Zeilen von Frau Ennsthaler. Ich spüre, es ist an der Zeit - zusammen zu stehen, mittelständische Unternehmen zu stärken, regionalen Produkten den Vorzug zu geben.
Und ich finde es sehr mutig, dass sie damit an die Öffentlichkeit geht.
hut ab.

Rainer M. (Gast) - 25. Jun, 13:42

"das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz ordnet Holey als Rechtsextremisten ein."

http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Udo_Holey

Das lässt die Geschichte (die ich symtomatisch für die derzeitige Situation sehe: seis nun Buchhandel oder Lebensmittelbereich oder bei Baumärkten) dann doch in einem etwas anderen Licht erscheinen. Das verhalten des THALIA Konzerns ist nicht gut zu heißen. Einen rechtsextremen Esoteriker zu vertreiben allerdings auch nicht.

Mousy (Gast) - 27. Jun, 14:31

+1
Und vielleicht das nächste Mal n Rechtschreib/Grammatik-Programm über so einen öffentlichen Brief schauen lassen. Hilft ein bisschen mit der Seriösität, insbesondere wenn man eine Buchhandlung betreibt.

Alles in allem sehr dick aufgetragen und aufgrund einiger Stichwörter verbleibe ich doch sehr skeptisch. Schade.
Mel3 - 27. Jun, 16:49

um nix besser

und du glaubst, Thalia vertreibt keine Bücher von Holey?!
coyote05 - 25. Jun, 15:03

warum vertreibt Frau Ennsthaler JAN van HELSING und den Arun Verlag??

Habe nicht überprüft, was es mit dem erwähnten
JAN VAN HELSING (http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Udo_Holey) und mit dem ARUN-Verlag
(http://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rn_Ulbrich) auf sich hat … hier nun zwei Links
dazu, die alles zumindest in ein sehr zweifelhaftes Licht tauchen.

Meine Frage: steht hinter dem THALIA-VORGEHEN ein inhaltliches Ressentiment?? Dann wären sie die Guten …
Wenn dem so ist, könnte der ganze Brief einfach nur über die wahren Tatsachen hinwegtäuschen …

Andererseits: im Verlag erscheinen Autoren wie Jean Ziegler, Günther Wallraff, Anselm Grün, etc

Unterm Strich liefere ich damit ein herrliches Beispiel für die Fragwürdigkeit einer „Kultur des Weiterleitens“

Sorry an alle: macht euch bitte jeder für sich ein Bild aus diesen Fakten …

Bitte demütig und klein um Nachsicht!
Wolfgang Tonninger

Rainer M. (Gast) - 25. Jun, 18:36

Ich glaube kaum dass es sich um inhaltliche Ressentements handelt. Dazu ist Thalia zu groß um ein derartiges Gewissen zu haben. Wie seitens des Konzerns mit mittelständischen Betrieben verfahren wird ist absolut daneben und verdient Anprangerung und im Grunde Boykott. Speziell im Falle der Familie Ennsthaler muss ich allerdings sagen, dass sich mein Mitleid etwas in Grenzen hält. Wer solche Autoren vertreibt ist (auf andere Art und Weise) keinen Deut besser als heuschreckenhafte Großfirmen denen Hegemonie und Profit über alles geht.
Reinhard L. (Gast) - 25. Jun, 22:38

Sollte sich hier eine Ansammlung von Missverständnissen entwickeln, oder hab ich schlichtweg etwas nicht verstanden?
Zum einen ist kein einziges Buch von Jan van Helsing (Jan Udo Holey) im Arun Verlag zu finden. Es finden sich lediglich bei Ennsthaler 10 Titel (3Multimedia, 7 Bücher) von Helsing selbst, die in seinem Eigenverlag Ama Deus erschienen sind. Des weiteren 5 Titel, in denen er auf die eine oder andere Weise vorkommen dürfte...
Bei Thalia sind es 3 Bücher.
Worin liegt also jetzt der genaue Vorwurf? Das ein Buchhändler in seinem Shop auch diese Bücher zum Verkauf anbietet?
herzlichst Reinhard L.
Lido (Gast) - 27. Jun, 00:33

Bin Sprachlos

Früher hiess es Buchhändler, heute heisst es Profit-Maximierer! Diese Konzerne rollen einfach alles um! Ich habe Angst davor! Wo ist die soziale Verantwortung der Manager hin? Jeder sollte einen Beitrag leisten, denn wir sind es die sowas ermöglichen. jeder Einzelne. Auch du!
coyote05 - 28. Jun, 09:07

Antwort für Reinhard L.

Ich weiß, dass Jan van Helsing nicht im Arun Verlag erscheint. Der Vorwurf, wenn sie so wollen, besteht allein darin, dass Frau Ennsthaler um Hilfe für Buchhandlung und Verlag bittet, und an erster Stelle diesen Helsing anführt, an zweiter Stelle den Arun-Verlag. Das ist doch sehr eigenartig, oder. Man könnte ja auch ganz andere Autoren anführen ... es ist die Auswahl an erster Stelle, die stutzig macht!

beste Güße
Wolfgang Tonninger
GottfriedEnnsthaler (Gast) - 28. Jun, 11:18

Dank an Alle

Einige Tage bevor meine Frau ihre private E-Mailnachricht an persönliche Freunde verfasste, sprachen wir über darüber, wie uns denn der Einkaufsausfall von Thalia treffen würde. Also fertigten wir eine Statistik, welche Verlage welchen Anteil am Thaliaumsatz bei Ennsthaler haben. Das Ergebnis für das Jahr 2009:
Platz 1: Ennsthaler Verlag,
Platz 2: AMADEUS Verlag
...
Platz 6: ARUN Verlag

von insgesamt ca. 50 Verlagen, von denen wir Bücher an Thalia Österreich auf Bestellungen hin lieferten. Soviel zu den Tatsachen. Da gibts nichts zu beschönigen oder zu vertuschen. Aber es ist nicht alles.
Es gibt auch andere Autorinnen und Autoren, die wir sogar selbst verlegen, wie zB Dr. med. Schodermayr (für "Allianz für Kinder" und "Friedensdorf International" aktiv), Wangari Mathaai (Nobelpreisträgerin und Alternativnobelpreisträgerin) "The Green Belt Movement", und viele andere Bücher zum Verlagsmotto "Bücher für ein bewusstes Leben".

Heute erstelle ich eine chronologische Aufstellung, die die Geschehnisse im Verhältnis Ennsthaler zu Thalia genau dokumentieren, welcher Schriftverkehr und welche Gespräche stattgefunden haben, und werde sie auf unserer Website www.ennsthaler.at veröffentlichen, sodass sich jeder informieren kann, was tatsächlich ist und geschah, und sich nicht wilde Spekulationen bilden können.

Ich bin alles andere als rechtsextrem, auch nicht linksextrem, ich verabscheue Gewalt, schäme mich für Österreich ob seiner Einwanderungspolitik, schäme mich für unsere (offizielle) Kaltschnäuzigkeit im Beispielfall Zogaj. Was hätte uns das gekostet (und an Ansehen gebracht), menschlich zuvorkommend zu agieren, was hat es uns gekostet, sich nur auf das Recht zurückzuziehen?

Mit Dank an Alle, die uns unterstützen, und wie wir den aufrechten Gang pflegen.

Beste Grüße
Gottfried Ennsthaler
Aveleen (Gast) - 27. Jun, 05:49

Groß frisst klein

Hallo,

das ist ja furchtbar!!

Ich habe mehrere kleine Buchläden in der Nähe und da ich generell dafür bin, dass gerade auch kleine Firmenunternehmen leben, lasse ich erst dort mein Geld, bevor ich wo anders hingehe.

Denn in einer Zeit, wo so viele (große) Firmen ins billige Ausland abwandern oder insolvent werden, ist es noch viel schöner, wenn man sieht, dass kleine Läden überleben.

Gruß
Aveleen

Rolf (Gast) - 27. Jun, 07:55

Methode

Die Süddeutsche hat dieses und andere Geschäftsgebaren der Thalia bereits letzten Oktober ausführlich beschrieben: "An der Kette" - http://www.kurt-wolff-stiftung.de/Grafik/jetzt.pdf

Len0r (Gast) - 27. Jun, 11:44

Groß oder Klein, dass ist hier die Frage

Mein erster Gedanke war: "Mutig diesen Brief aufzusetzten und an die, meist, gespaltene Öffentlichkeit zu gehen."
Mein zweiter Gedanke war: "Ist dieser Brief auch so ernst zu nehmen wie er dargestellt ist oder sollte man (wie einige Kommentatoren vor mir) diesen Brief mit einem skeptischen Auge betrachten."

So oder So, es ist mir, recht scharf ausgedrückt, egal. Man muss sich nur die Frage stellen WARUM möchte ich diese Firma weiterführen:
Aus reiner Menschenliebe (um Mitmenschen mit Büchern zu versorgen und Leuten Arbeit zu geben), oder um eine Familie versorgen zu können und meinen Kindern/Enkelkindern eine positive Zukunft zu bieten.

Sollten sie sich für ersteres entscheiden, dann ist dieser Betrieb meines Erachtens nur Kunden- und Mitarbeiterfreundlich, Umsatz oder gar Gewinn wird es in nächster Zeit nicht mehr viel geben.
Sollten Sie sich allerdings für letzeres entscheiden, dann würde ich entweder mein Geschäfts-/Marketingmodell nochmal überdenken oder mir das Angebot der Firma Thalia nochmal ansehen.

Um noch präziser zu werden, Konkurrenzkampf gibt es überall auf der Welt und die Großen fressen immer die Kleinen aber wenn ich Klein bleiben will, dann muss ich mir eines der beiden oben genannten Lösungen zu Gemüte führen. Ob das jetzt schön ist oder nicht, darf hierbei einfach keine Rolle spielen!

Aber das muss man selbst entscheiden, ich bringe hier nur meine Meinung ein.
Hochachtungsvoll
Len0r

Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden

"Die Spiele der großen Herren dieser Welt habe ich nie verstanden. Ich will in dieser Welt einen kleinen positiven Fußabdruck hinterlassen, nach meinen Möglichkeiten."

Hier liegt das Problem - wer nicht nach den Regeln der Großen mitspielen will, wird untergehen.

Reinhard L. (Gast) - 27. Jun, 13:00

Diskussion auf Facebook

Ich lade hiermit herzlich dazu ein, sich an der Diskussion in der Facebook Gruppe zu beteiligen.

http://www.facebook.com/group.php?gid=138675462814050

herzlichst
Reinhard Leeb

coyote05 - 28. Jun, 09:02

danke für diesen super LINK ...

da kann man sich so richtig einlesen in den Disput. Bezeichnend, wenn eine Werbeagentur (die von Thalia) in dem Konflikt Stellung bezieht. Die von Thalia haben Social Media jedenfalls nicht verstanden ...
Palomino (Gast) - 27. Jun, 22:36

Man sollte....

... vllt mal pruefe, in welcher Beziehung Thalia zu Scientology steht. Dieses Vorgehen wuerde sehr zur Gesamtkonzeption dieser Vereinigung passen.

Elli (Gast) - 28. Jun, 08:53

Douglas Group

Schau mal da nach, wer alles dazugehört
Olli (Gast) - 30. Jun, 08:25

Einfach mal so ohne Ahnung...

Einfach mal so ohne Ahnung ins Blaue vermuten scheint hier wohl die Devise zu sein. Fakt ist: Ennsthaler liefert rechtsextreme Literatur aus und bei Douglas muß man - ab einer gewissen Position - eine Erklärung unterschreiben, daß man KEIN Mitglied von Scientology ist.
dolf (Gast) - 28. Jun, 00:27

wie albern...und dann noch die ganzen Fehler in dem Text...lol

verkaufen Sie und ziehen Sie in den Wald als Schamanin.

so einen Mist hab ich lange nicht mehr gelesen.

Lucia (Gast) - 28. Jun, 10:46

so - ich bin auch über facebook auf die sache gestoßen, auch, weil einige aus meiner dortigen add-liste in diese sogenannte "diskussionsgruppe" gegangen sind, und auch, weil einige diese mail von fr. ennsthaler auf ihre pinnwand gestellt haben.
ganz klare entscheidung ist, thalia zu boykottieren und dies auch deren geschäftsleitung mitzuteilen. wenn das jede/r macht, kann man so großkonzernen über die schmerzhafteste stelle - die kassaeinnahmen - mitteilen, was man von ihrem gebaren hält.
jedoch eine ebenso klare entscheidung meinerseits ist es, keinen schulterschluß mit jemanden zu machen, die offensichtlich rechtsextremismus unterstützen.
es ist klar, dass man im handel kompromisse schließen muß, dass man im buchhandel - leider leider - nicht um den arunverlag herumkommt, wenn es um bücher aus dem bereich esoterik geht.
diesen verlag jedoch extra als reputation anzugeben, gleichzeitig mit van helsing, zeigt für mich eindeutig sympathie für deren denkart, denn - wie hier auch schon von anderen geschrieben - ansonsten hätte man andere autoren, andere verlage angeben können, da es deren genügend gibt.
hier noch ein link mit infos über den arun-verlag - http://www.rabenclan.de/index.php/Magazin/LucasCorsoArunInhalt - etwas älter, aber immer noch genau so aktuell wie zum zeitpunkt des online-stellens.
über van helsing wirds doch wohl keinen info-link mehr brauchen, hoffe ich.

für mich jedenfalls fazit:
großkonzern thalia boykottieren.(was man im übrigen mit den meisten konzernen machen sollte)
kein schulterschluß mit sympathisanten von rechtem denken.

mfg
lucia

Schlegel (Gast) - 28. Jun, 11:46

Über Twitter bin ich rein zufällig auf den Brief von Frau Ennsthaler gestoßen. Rein zufällig hatte ich in diesem Augenblick viel Zeit und viel Neugier.
Nachdem ich diesen Brief gelesen habe, bin ich bestürtzt. Dass "Thalia" soweit geht, kann ich nicht begreifen - aber so ist das nun mal mit der Globalisierung: es gibt Positives an ihr, jedoch ebenso viel - vielleicht mehr - Negatives wie im Fall des Familienbetriebs der Familie Ennsthaler.
Diesen Brief werde ich auf jeden Fall an meine Internet-Kontakte weiterleiten, damit mehr Menschen von der Ungerechtigkeit erfahren!
Der Familie Ennsthaler wünsche ich von Herzen Durchhaltevermögen und Willensstärke!

Franziska Kuhn (Gast) - 28. Jun, 12:00

Wir werden Sie unterstützen und so eine Schweinerei an unsere Kunden weiter geben! Halten Sie durch und bleiben Sie stark, ihre Geschichte hat mich sehr berührt.

coyote05 - 28. Jun, 12:05

wie schon in meinem folgepost angedeutet ..

ist die Sache wesentlich komplexer. Meines Erachtens ist es nicht sinnvoll, die Sache in Richtung "Schweinerei" zu eskalieren ... man muss sich mal den ganze Diskurs, der da losgetreten wurde am besten auf http://www.facebook.com/group.php?gid=138675462814050 anschauen ... die Stellungnahmen auf den beiden Seiten ... offenbar ist, dass die Geschäftspraktiken von Thalia (auch in Deutschland vielfach gesehen) in diese Richtung gehen .. Tatsache ist, dass Thalia von Social Media nicht viel versteht, sonst würden sie nicht eine Werbeagentur ihre Stellungnahme dazu schreiben lassen. Tatsache ist, dass Frau Ennsthaler irritierenderweise Herrn von Helsing an erster Stelle ins Rennen wirft, wenn es um ihre Reputation geht, --- alles sehr eigenartig, man muss da sehr genau sein ...
Olli (Gast) - 28. Jun, 15:15

Das Verhalten

von Thalia wundert mich keineswegs, schon lange versuche ich große Buchhandelsketten zu meiden. Dies gilt nicht nur für Bücher, sondern für alle Großketten. Dies sind die üblichen Vorgehensweisen großer Ketten, die nicht mehr idealistisch handeln (was eine Buchhandlung ja eigentlich tun sollte) sondern 100%ig gewinnorientiert. Das sind die Freuden des Kapitalismus, meidet alle Großkonzerne und großen Ketten, stützt die kleinen, auch wenn sie teurer sind, sofern ihr euch das leisten könnt. Der Kampf der Großen gegen uns ist schon im vollen Gange und wird sich noch weiter ausweiten. ;)
Also steht nicht rum, sondern kämpft dagegen - Boykott ist eine erste, ziemlich harmlose und nur selten wirkungsvolle Lösung...

Bücherwürmchen (Gast) - 28. Jun, 21:31

Warum sollten Buchhandlungen idealistisch handeln?

Als Buchhändler verkaufe ich eine Ware nicht mehr, nicht weniger! Warum müssen Schuhläden nicht idealistisch sein und nur mehr Schuhe die nicht in XY-Weitweg produziert werden verkaufen? Sowohl mein Mann als auch ich sind Buchhändler und müssen unsere Familie damit ernähren.
Aber wenn schon Idealismus gefordert wird, wie idealistisch ist jemand der rechtspopulistische und - in meinen Augen- verquere esoterische Literatur vertreibt, weil er damit nunmal guten Umsatz macht?
Wie schon einige vor mir kann ich nur sagen, man sollte schon genau darauf achten mit wem man sich zum Schulterschluss zusammentut.
Und nur so zur Information: Es gibt bei Thalia sogar eine Anweisung, daß keine Jan Helsing Bücher verkauft oder für Kunde bestellt werden (gilt für den stationären Handel)
Liebe Grüße
Bücherwürmchen
rainer f. (Gast) - 29. Jun, 13:47

geschäftsbeziehungen wieder aufgenommen!?

hallo,

auf meine anfrage hin hat mir der geschäftsführer von thalia österreich per mail versichert, dass die geschäftsbeziehungen ab sofort wieder aufgenommen werden.

wenn's stimmt, ist das ein toller erfolg für den hilferuf von fam. ennsthaler.
und es ist ein sehr positives zeichen von thalia, wie ich finde.

beste grüße,
rainer f.

LuciaS - 29. Jun, 19:53

thalia behauptet allerdings, dass hr. ennsthaler die geschäftsbeziehungen eingestellt hatte.
wär net uninteressant, wie das denn jetzt wirklich gelaufen ist.
wobei ich thalia - aufgrund zahlreicher berichte über andere buchhandlungen - nicht glaube.
RokkerMur - 4. Jul, 05:56

Ich denke auch dass es eine Lösung gibt. Die "leider" aber nur im globalen zu finden sein wird.
Aber vielleicht irre ich mich.
Alles Gute und für mich hat sich Thalia erledigt.

Ralf D. (Gast) - 6. Jul, 20:03

Offener Brief: Die Geschäftspraktiken von THALIA

Wie naiv ist Frau Ennsthaler??? Sie lebt im KAPITALISMUS!!! Endlich mal aufwachen!!!

coyote05 - 7. Jul, 08:42

Danke -

für diese wachrüttelnde Einsicht. Die haben wir alle dringend nötig gehabt .. ;-)
LuciaS - 7. Jul, 09:52

@coyote

*gacker*
Marco73 (Gast) - 23. Jul, 20:02

Tut mir leid, der offene Brief ist sehr armselig. Was hat der Familienstatus und die Krankheit von Kindern (so schlimm das auch ist) mit Thalia zu tun? Geht sehr am Sachlichen vorbei.
Ich habe die Fakten nicht überprüft, aber stehen seriösen Geschäftsleuten keine anderen Mittel zur Verfügung als ein Bettelkettenbrief?

Klaus Ennsthaler (Gast) - 12. Aug, 19:12

Stellungnahme der Firma Ennsthaler, Steyr zu den Vorwürfen, rechtsextremes Gedankengut zu verbreiten bzw. der rechtsextremen Szene nahezustehen.

Stellungnahme der Firma Ennsthaler, Steyr zu den Vorwürfen, rechtsextremes Gedankengut zu verbreiten bzw. der rechtsextremen Szene nahezustehen.

Wir weisen diesen Vorwurf mit aller Entschiedenheit von uns und distanzieren uns klar und deutlich von jeglichem rechtsextremen Gedankengut.

Unsere Firma gliedert sich in 3 wesentliche Sparten. Eine Buchhandlung mit einem Vollsortiment, ein Verlag in dem wir die Themen verarbeiten, die uns wichtig sind und deren Verbreitung wir begrüßen und eine Verlagsauslieferung.
Die Verlagsauslieferung beliefert den gesamten österreichischen Buchhandel und ist für Privatkunden nicht zugänglich.
Wir sind nicht verantwortlich, für die Inhalte, der von uns ausgelieferten Verlage und haben auch keinen Einfluss darauf.

Die Bücher der genannten Verlage, ARUN und AMA DEUS, sind im gesamten deutschsprachigen Buchhandel, aber auch bei allen gängigen Internetbuchhandlungen, erhältlich.
Bitte beachten Sie folgenden Link, der eine ähnliche Thematik zum Inhalt hat.

http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/amazon-verkauft-weiter-rechtsextreme-buecher/1565092.html

Die genannten Vorwürfe, erwecken den Eindruck, wir seien die einzigen oder einer von wenigen, die diese Bücher vertreiben.

Inhaltliche und sachliche Kritik ist absolut zulässig, darf aber nicht darauf abzielen einen Buchgroßhandel oder Vollsortimentsbuchhandlung, die Informationen für einen offenen, demokratischen Diskurs zur Verfügung stellt, als Sündenbock darzustellen.

In unserer Buchhandlung stellen wir unseren Kunden ein Vollsortiment zur Verfügung. Dies umfasst auch Titel des vollen, legalen politischen Spektrums. Als Buchhändler bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit sich über jedes Thema zu informieren und forcieren weder durch Worte oder Taten, die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts.

Das Programm des Ennsthaler Verlages, inhaltlich unter unserer vollen Kontrolle, weist in keiner Art und Weise eine, wie auch immer ausgeformte Nähe, geschweige den Sympathie für Rechtsextremismus auf.


Mit freundlichen Grüßen


Klaus Ennsthaler
Leiter der Buchhandlung
Assistent der Geschäftsleitung
Ennsthaler GmbH & CoKG
Stadtplatz 26
4400 Steyr

mimi (Gast) - 13. Jul, 10:18

kaum sagt mal einer die wahrheit...

Schon kommt die ganze thalia klicke und beschimpft die arme Familie als rechtsradikal...typisch Sekte!! Thalia hat hier alle kleinen Buchhändler kaputt gemacht. Ihr habt recht, dass ihr euch wehrt! Und ich werde beherzigen, was ihr geschrieben habt. Und das geht an alle Österreicher - ich weiss nicht, ob ihr's mitbekommen habt, aber bei uns war mal wieder Hochwasser und man sah, dass die deutschen Politiker nichts gelernt haben aus dem letzten Hochwasser - eure aber scheinbar schon! Seid ein bisschen nachsichtig und freut euch, dass es bei euch nicht nur schreibtischtater gibt, sondern Leute mit Verstand.

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